Politik-Wirtschaft

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I. Zielsetzungen und fachspezifische Kompetenzen

Die zentrale Aufgabe des Unterrichtsfaches Politik-Wirtschaft ist es, die Schülerinnen und Schüler in die Lage zu versetzen, politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Sachverhalte, Probleme und Interdependenzen zu erfassen, zu beurteilen sowie Interessen zu artikulieren und begründete Entscheidungen zu treffen. Die im Bereich der politischen und ökonomischen Bildung erwarteten Kompetenzen sollen die Lernenden dazu befähigen, sich in der demokratischen Gesellschaft in öffentlichen Angelegenheiten und ökonomischen Situationen verantwortungsbewusst einzubringen.

Der entscheidungs- und interventionsfähige mündige Bürger ist eine unerlässliche Zielperspektive zur Erhaltung und Weiterentwicklung der demokratischen Kultur, des demokratischen politischen Systems und einer auf freiheitlichen und sozialen Prinzipien beruhenden Wirtschaftsordnung. Aus der Sicht des Einzelnen bedeutet politische und ökonomische Mündigkeit die Fähigkeit zu selbstbestimmtem Handeln in sozialer Verantwortung. Mündigkeit impliziert damit die Wahrnehmung von Verantwortung sowohl gegenüber sich selbst als auch gegenüber den Mitmenschen und der Umwelt.

In einer freiheitlichen, demokratischen, sozialen und marktwirtschaftlich organisierten Ordnung muss politische und ökonomische Bildung dazu beitragen, die Schülerinnen und Schüler zu befähigen, Konflikte auszuhalten, gewaltfrei auszutragen und vernunftgeleitet zu lösen sowie Konkurrenz und Kooperation als produktive Elemente wirtschaftlicher Austauschprozesse zu erkennen.

Das Unterrichtsfach Politik-Wirtschaft ist mithilfe von Basis- und Fachkonzepten strukturiert. Konzepte dienen dazu, aus Wahrnehmungen Erfahrungen werden zu lassen und Kompetenzen an gesellschaftlichen Problemstellungen herauszubilden. Kompetenzen umfassen Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten, aber auch Bereitschaften, Haltungen und Einstellungen, über die Schülerinnen und Schüler verfügen müssen, um Problemstellungen gewachsen zu sein. Das Fach unterscheidet Sach-, Methoden- und Urteilskompetenz.

Der Unterricht fördert die Medienkompetenz besonders in den Bedingungsfeldern des Wandels der Arbeitswelt, der Globalisierung und der Digitalisierung. Das Fach leistet einen wesentlichen Beitrag zum schuleigenen Konzept zur Berufs- und Studienorientierung und fördert die kritische Reflexion geschlechtsspezifischen Berufs- und Studienwahlverhaltens unter Berücksichtigung der Vielfalt sexueller Identitäten. Im Rahmen der Europaschule erschließen die Schülerinnen und Schüler die politische und ökonomische Rolle der Europäischen Union im Kontext internationaler Beziehungen u.a. anhand von Unterrichtsprojekten. Die Bildung zur nachhaltigen Entwicklung im Rahmen der Ziele der Agenda 2030 ist ein besonderer Anspruch des Unterrichtsfaches an der Goetheschule und impliziert, dass wechselseitige Abhängigkeiten erkannt und Wertmaßstäbe für eigenes Handeln sowie ein Verständnis für gesellschaftliche Entscheidungen und ihre lokale Bedeutung entwickelt werden.

II. Jahrgangsbezogene Schwerpunkte

  • Jahrgang 8: Der Jugendliche in der Rechtsordnung; Politischer Entscheidungsprozess im Nahbereich; Konsumentscheidungen Jugendlicher
  • Jahrgang 9: Politischer Willensbildungs- und Entscheidungsprozess auf Bundesebene; Unternehmen und Arbeitsbeziehungen; Berufsorientierung und Bewerbungstraining
  • Jahrgang 10: Verfassungsprinzipien und Soziale Marktwirtschaft; Sozialer Wandel; Europäische Union
  • Jahrgang 11: Wandel der Arbeitswelt in der globalisierten Gesellschaft; Globale politische und ökonomische Prozesse; Berufs- und Studienwahlvorbereitung
  • Jahrgang 12: Politische Partizipation zwischen Anspruch und Wirklichkeit; Soziale Marktwirtschaft zwischen Anspruch und Wirklichkeit
  • Jahrgang 13: Friedenssicherung als nationale und internationale Herausforderung; Chancen und Risiken weltwirtschaftlicher Verflechtungen.

III. Grundsätze der Leistungsbewertung

Grundlegend für die Leistungsbewertung ist der aktuelle Beschluss der Fachkonferenz-in seiner vollen Fassung. Eine regelmäßige Evaluation der Leistungsbewertungen findet auf den Fachkonferenzen statt.

III.I Anzahl und Gewichtung der schriftlichen Lernkontrollen

JahrgangSollstunden-zahl
(in 45 min / Halbjahr)
Schriftliche ArbeitenGewichtung
schriftlich/
mündlich
AnzahlDauer (Minuten)
821 pro Halbjahr4540/60
921 pro Halbjahr4540/60
1021 pro Halbjahr45 – 9040/60
11.13*119040/60
11.2Praktikumsbericht*2
12/13 Prüfungsfach Erhöhtes Niveau52/1/1/190 – 180 *345/55 bei zwei; 40/60 bei einer Klausur / Halbjahr.
12/13 Prüfungsfach Grundniveau32/1/1/1
12/13
Ergänzungsfach
31 pro Halbjahr9040/60

*1 Eine der drei Stunden fällt auf den nicht bewerteten Berufsorientierungsunterricht.

*2 Im zweiten Halbjahr im Jahrgang 11 ersetzt der Praktikumsbericht die schriftliche Lernkontrolle. Schülerinnen und Schüler, die nicht an einem Betriebspraktikum teilnehmen, verfassen einen Ersatzbericht vom Umfang des Praktikumsberichtes zu einer fachlichen Fragestellung.

*3 In 13/1 oder 13/2 wird eine Klausur von Art und Dauer der Abiturprüfungsarbeit geschrieben.

III.II. Mitarbeit im Unterricht

Den mündlichen Leistungen kommt im Fach eine besondere Bedeutung zu. Hierzu zählen:

  • Beiträge zum Unterrichtsgespräch (Quantität und Qualität der Beiträge)
  • Mündliche Überprüfungen
  • Unterrichtsdokumentationen (z. B. Protokoll, Mappe, Heft, Praktikumsbericht, Portfolio)
  • Anwenden fachspezifischer Methoden und Arbeitsweisen (z. B. Befragung)
  • Szenische Darstellungen und Simulationen(z. B. Rollenspiel, Planspiel)
  • Präsentationen, auch mediengestützt (z. B. Referat, Ausstellung, Video, Hörbeispiel)
  • Ergebnisse von Partner- oder Gruppenarbeiten und deren Darstellung
  • Umgang mit Medien und anderen fachspezifischen Hilfsmitteln
  • Langzeitaufgaben und Lernwerkstattprojekte
  • Freie Leistungsvergleiche (z. B. Schülerwettbewerbe)

IV. Besondere fachliche Angebote

  • Agenda-Tag (Projekte zur Agenda 2030 im 8. Jahrgang)
  • regelmäßige Exkursionen zu außerschulischen Lernorten, politischen, sozialen und wirtschaftlichen Institutionen und Organisationen in allen Jahrgangsstufen (Rathausrallye, Betriebserkundungen, Besuch von Gerichtsverhandlungen sowie Plenar- und Ausschusssitzungen, etc.)
  • Betriebspraktikum im Jahrgang 11
  • Kompetenzfeststellungsverfahren zur Berufsorientierung
  • Teilnahme an vielfältigen Wettbewerben im Bereich der politischen und ökonomischen Bildung
  • anlassbezogene Projekte (z.B. Juniorwahl) unter Einbezug von Partnern und politischen Entscheidern.

Ankündigungen

Informationen zum Coronavirus:
Hier erhalten Sie aktuelle Informationen und Briefe aus der Goetheschule. Die Niedersächsische Landesschulbehörde stellt auf ihrer Website ebenfalls Informationen bereit. Bitte beachten Sie die Hygieneempfehlungen zur Vorbeugung.

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