Frankreich-Austausch

Der Frankreichaustausch in Zeiten der Epidemie

Die Austauschfahrt nach Frankreich kann dieses Jahr leider nicht in gewohnter Weise stattfinden.

Stattdessen soll im zweiten Halbjahr ein Austausch in virtueller Form stattfinden, bei dem sich die Goetheschüler*innen und die Schüler*innen unserer Austauschschule in Gérardmer nichtsdestotrotz kennenlernen können.

Hierzu nutzen wir die Austauschplattform TeleTandem des Deutsch-Französischen Jugendwerks.

Es ist geplant, dass die Schüler*innen in deutsch-französischen Kleingruppen an verschiedenen Themen arbeiten und sich gegenseitig Sehenswürdigkeiten, Sportvereine, kulinarische Spezialitäten und natürlich die eigene Schule vorstellen.

Dabei lernen sie nicht nur viel über die Kultur der Partnerstadt, es ergeben sich auch Chancen, Bekanntschaften und Freundschaften nach Frankreich zu schließen – eine gute Basis für die Wiederaufnahme des „realen“ Austauschs im nächsten Jahr!

Ansprechpartner, Rasmus Niebaum, StR

________________________________________________________________________________

In Elsass-Lothringen, nahe bei Straßburg und mitten in den Vogesen liegt der kleine Ort Gérardmer, mit dem die Goetheschule Hannover eine bald zehnjährige Schulpartnerschaft verbindet. Jedes Jahr kommen rund 20 französische Gastschüler*innen nach Hannover und auch die Goetheschule ist zu Gast in Frankreich. Auch für das Jahr 2020 war der Austausch zwischen den französischen und deutschen Jugendlichen geplant, jedoch leider nicht realisierbar. 

Anmelden können sich Schüler*innen des 8. Jahrgangs, in manchen Fällen haben wir auch den 9. Jahrgang integriert. Zu Beginn des neuen Schuljahres wird ein Treffen mit Interessierten stattfinden, die Anmeldebögen für die Eltern werden ausgegeben und nach verbindlicher Anmeldung (im Falle von zu vielen Interessierten wird per Los entschieden) finden wir uns einer festen Gruppe regelmäßig zusammen. Auch ein Elternabend findet nach den Herbstferien statt.

Der Austausch wird im Rahmen einer AG vorbereitet – gemeinsam wird entschieden, welche Aktivitäten wir unseren Gästen anbieten werden. Mit im Programm ist jedes Jahr ein Besuch im Plenarsaal des Rathauses und eine gemeinsame Fahrt – wir fahren z. B. nach Wolfsburg ins Phaeno, ins Universum nach Bremen; ins Klimahaus nach Bremerhaven. In Hannover haben wir schon viele Plätze besucht – den Zoo, den Maschsee, diverse Museen, auch das Mieten eines Kinos mit einem deutsch-französischen Film war im Angebot.

Natürlich werden alle gegenseitig an dem Unterricht des Partnerlandes teilnehmen, so dass auch ein Blick in andere Schulsysteme zum Programm gehört.

Das Spannende ist immer zu Beginn der AG das Verfertigen der Vorstellungsbögen und das Finden der Partner, üblicherweise senden wir, da wir früher mit der Schule beginnen, unsere Bögen nach Frankreich. Dann nehmen die Teilnehmer*innen Kontakt auf und parallel wird das Treffen und der Kontakt mit dem anderem Land in der AG vorbereitet.

Nach Gérardmer fahren wir mit dem Bus, üblicherweise starten wir um 8 Uhr an der Schule und sind so gegen 17 Uhr in Gérardmer, dort werden die Jugendlichen von ihren Partnerinnen und Partnern empfangen und wohnen dann in ihren Gastfamilien. Begleitet wird die Fahrt von zwei Lehrkräften, die ebenfalls in Familien wohnen. Die Kosten für den Austausch belaufen sich ca. auf 230 Euro – das beinhaltet den Transfer und alle Aktivitäten, die wir in Hannover anbieten. 

In Gérardmer wird das Programm von unserer Partnerschule, dem Collège La Haie-Griselle zusammengestellt – so gehen wir auch dort zum Empfang ins Museum, machen eine Stadtrallye, besichtigen eine Bonbonfabrik, besuchen Epinal und einen Naturpark und fahren nach Colmar.

Jedes Jahr kommen wir mit jungen Menschen zurück, die reich an neuen Erfahrungen sind!

Frankreichaustausch 2019

Wiedersehen in Gérardmer

Der diesjährige Schüleraustausch nach Gérardmer, Frankreich, war ein voller Erfolg. Sollten sich im nächsten Jahr nicht genug deutsche Schüler*innen finden, würden wir alle mit Freuden ein weiteres Mal mitfahren.

Schon während der 11-stündigen Anreise wurde uns bewiesen, was für Wunder so ein Austausch doch vollbringen kann, denn mit den Heliumluftballons von McDonalds, die nach der ersten Rast im Bus schwebten, wurde uns allen wohl ein Kindheitstraum erfüllt. Als eine Schülerin dann das Helium auch noch einatmete, konnte es nicht mehr besser werden. Das dachten wir zumindest, bis wir Gérardmer sahen. Die kleine Stadt in den Bergen ließ uns darüber nachdenken, was die Französinnen und Franzosen wohl gedacht haben, als sie Hannover gesehen haben.

Der nächste Tag startete mit freundlichen Begrüßungsworten durch den Schulleiter und anschließendem Unterricht, der sich vom deutschen nur in einem wesentlichen Punkt unterscheidet: Während wir zur Begrüßung aufstehen und im Chor den/die Lehrer*in begrüßen, kann sich die französische Lehrkraft schon über ein leise gemurmeltes „Bonjour“ freuen.

Am Wochenende konnten wir dann unsere Gastfamilien besser kennenlernen und natürlich ganz viel Französisch sprechen. Hier ein Tipp an alle Französischschüler*innen: „Ça va bien“ sagt in Frankreich niemand, das wären ja auch viel zu viele Wörter. Auf die Frage „Ça va?“ (Wie geht’s) wird maximal „oui“ (ja) oder „bien“ (gut) geantwortet, wenn überhaupt.

Trotz einiger solcher sprachlicher Überraschungen schafften wir es dennoch uns zu verständigen, was unser Führer im Moor uns allen bewies, indem er uns sehr gestenreich die Verwesung des menschlichen Körpers erklärte.

Auch in der von uns besuchten Bonbonfabrik stellte die fremde Sprache kein Problem dar, denn wer will zwischen Bonbons mit Tannen-, Honig- oder Veilchengeschmack noch reden?

Umso mehr reden mussten wir dafür beim Geocaching in Colmar, der nächstgrößeren Stadt.

Doch wie so oft kam das Beste zum Schluss. Bei dem Abschlussprojekt bekamen wir die Aufgabe, unseren eigenen Song auf Deutsch und Französisch zu schreiben und mit einer selbstausgedachten Choreografie vorzutragen. Bei der Ergebnispräsentation stellte sich dann heraus, dass wir Deutschen alle drei Stunden essen und „Havana“ (ooh na-na) ganz einfach durch „Hannover“ (ooh na-na) ersetzt werden kann.

Verabschiedet wurden wir schließlich mit einer von den Französinnen und Franzosen organisierten Abschlussparty und reisten am nächsten Morgen bei strömendem Regen ab.

Spätestens als der Schulalltag wieder einsetzte, wird wohl jede*r von uns mal den Wunsch geäußert haben, zurück nach Frankreich zu wollen. Wer weiß, vielleicht wird der ein oder andere den/die Austauschpartner*in tatsächlich mal besuchen?!

Text: Helena Alba (8a)

Ankündigungen

Anmeldung für den zukünftigen 5.Jahrgang:
Alle Informationen zum Anmeldeverfahren sowie der Download der Anmelde-Unterlagen befinden sich hier. Anmeldungen sind bis zum 15. Juni 2021 möglich.

Nächste Termine

Schulleben

Don’t put your dreams away

Goethe-Band und Musikzweig
14.07.2021