Deutsch

Mehr als Schreiben und Lesen – Das Fach Deutsch stellt sich vor

Man sollte alle Tage wenigstens ein kleines Lied hören, ein gutes Gedicht lesen, ein treffliches Gemälde sehen und, wenn es möglich zu machen wäre, einige vernünftige Worte sprechen. (J. W. von Goethe)

Was man im Fach Deutsch nicht alles macht: Gedichte aufführen und Grammatik erforschen, sich in Romanfiguren hineinversetzen und Rollenbiographien verfassen, Grafiken auswerten und Gegentexte schreiben. Und wo und warum kommen eigentlich die verflixten Kommas (oder Kommata) hin?

Vielfältig ist das Wesen des Faches Deutsch. Es soll die Schülerinnen und Schüler dazu befähigen, sich mit Texten und Medien auseinanderzusetzen, die eigene Sprache zu reflektieren und Kommunikationsstrategien zu entwickeln sowie zu erproben. Ziel ist hierbei nicht nur, dass man „anständiges“ Deutsch spricht und schreibt, vielmehr geht es auch darum, sie in ihrer Persönlichkeitsbildung zu unterstützen. Wie soll das im Einzelnen gehen?

Grundgerüst für den Deutschunterricht ist natürlich zunächst die Auseinandersetzung mit der Sprache. Hier sollen Fertigkeiten in der Grammatik, der Rechtschreibung, in Wortschatz und Ausdruck entwickelt werden, die es den Kindern und Jugendlichen ermöglichen, auf angemessene Form zu kommunizieren, in Wort und Schrift. Dabei ist aber zu beachten, dass Spracherziehung nicht nur im Deutschunterricht stattfindet, sondern eine gemeinsame schulische Aufgabe in allen Fächern ist.

Einen großen Teil des Deutschunterrichts an der Goetheschule bildet der Literaturunterricht. Jugendbücher, Romane, Gedichte und Theaterstücke werden im Unterricht gelesen, analysiert, kreativ bearbeitet, umgestaltet etc. Die Auseinandersetzung mit literarischen und pragmatischen Texten gibt den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, sich mit dem Anderen, dem Fremden auseinanderzusetzen. Sie gibt die Möglichkeit, die Wirklichkeit aus einer anderen Perspektive zu sehen, sich in andere Personen hineinzuversetzen und damit die engen Schranken der eigenen Weltsicht zu durchbrechen und zu erweitern. Sie gibt die Möglichkeit, neue Ideen zu gewinnen und Gedanken und Verhaltensweisen zu reflektieren, um sie begründet anzunehmen oder abzulehnen. Außerdem lernen Schülerinnen und Schüler zu argumentieren und die logische Entwicklung von Gedankengängen einzuüben.

Im Bereich der Medienkompetenz will das Fach nicht nur vermitteln, wie Medien zu benutzen sind. Auch dieser Bereich ist wichtig, aber es geht auch darum, die eigene Mediennutzung kritisch zu hinterfragen: Welche Inhalte sind zuverlässig, welchen sollte ich misstrauen? Wie gehe ich verantwortungsbewusst mit Medien wie sozialen Netzwerken um?

Um diese Ziele zu verwirklichen, arbeiten wir mit schulischen und außerschulischen Partnern zusammen. Zu nennen wäre hier zum Beispiel die Kooperation mit dem Bereich Darstellendes Spiel unserer Schule, die es uns ermöglicht, dramatische Texte nicht nur zu lesen, sondern auch auf der Bühne zu verfolgen. Ferner arbeiten wir mit den Stadtbibliotheken zusammen, unter anderem im Bereich des Lesementorings.

Eine große Tradition haben im Bereich Deutsch auch die Wettbewerbe an der Goetheschule: So finden regelmäßig folgende Wettbewerbe statt: im 6. Jahrgang der Lesewettbewerb, im 7. Jahrgang ein Schreibwettbewerb und in Klasse 10 der Rhetorikwettbewerb. Die Klassenbesten eines Jahrgangs treten hier in Aulaveranstaltungen vor dem gesamten Jahrgang gegeneinander an und eine Jury kürt den Schulsieger im jeweiligen Wettbewerb. Eine tolle Gelegenheit, die Talente unserer Schülerinnen und Schüler einem breiten Publikum zu präsentieren!

Stefan Schulz

Leiter des Faches

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