Abitur! Und was dann?

Europaschule
31. Januar 2024

Hervorragend, dass sich einige unserer ehemaligen Schüler/innen zurückmelden und uns aufklären, was für Möglichkeiten nach dem Abitur bestehen, bevor es direkt an die Universität oder in die Ausbildung geht. Unserer Schülerin Anna Lagershausen hat 2023 ihr Abitur erfolgreich bestanden und berichtet von ihren Monaten im Anschluss. Ganz ehrlich: Das Fernweh setzt sofort ein!

Meldet euch gerne, wenn ihr mehr erfahren wollt. Ich stelle die Kontakte dann her.

Hallo, mein Name ist Anna, ich bin 19 Jahre alt und habe im Sommer 2023 mein Abitur an der Goetheschule bestanden. Zur Zeit mache ich gerade ein Gap Year, um ein bisschen was von der Welt zu sehen und dabei hoffentlich rauszufinden, was ich studieren möchte 😉 Vor 3 Wochen ging es für mich ins Flugzeug und der erste Stopp war Bali. Dort habe ich zwei Wochen bei dem Projekt “Plan my gap year” (PMGY) verbracht. Das gibt es an sehr vielen verschiedenen Orten auf der ganzen Welt verteilt, zum Beispiel auch auf Sri Lanka, in Cambodia oder Ghana. Während des Aufenthalts macht man Freiwilligenarbeit in einem bestimmten Bereich. Die unterscheiden sich immer ein wenig von Ort zu Ort, aber auf Bali konnte ich zwischen Childcare, English Teaching und Wildlife wählen. Letzteres habe ich genommen und war damit sehr zufrieden. Es ist keine wirklich harte Arbeit und es macht total Spaß. Ich musste zum Beispiel Strände und Mangrovenwälder von Plastik befreien, Tierheimhunde spazieren führen und Vogelkäfige säubern. Die Aufgaben sind sehr abwechslungsreich und das ganze Team vor Ort ist super nett und hilfsbereit. Ich habe mich direkt sicher und wohl gefühlt in einem komplett fremden Land. Das lag natürlich auch an den anderen Teilnehmern. Alle sind Alleinreisende zwischen 17-22 Jahren. Dadurch war es sehr leicht Freunde zu finden. Auch von Bali an sich konnte ich viel sehen. An den Nachmittagen hat man frei und da lagen wir manchmal nur am Pool, oft haben wir aber auch Ausflüge in Nachbarorte oder zu einem Tempel und Wasserfall gemacht. Freitag bis Sonntag ist auch frei. Da werden Trips von PMGY angeboten oder man sucht sich selber etwas raus.

Ich kann das Projekt wirklich sehr empfehlen. Ich hatte am Anfang wirklich Angst viel alleine zu sein und so viel organisieren zu müssen und dafür war PMGY der perfekte Start für mich, weil alles durchgeplant und gut strukturiert war. Beispielsweise wird man am Flughafen abgeholt und die neue SIM-Karte fürs Handy wird auch organisiert. Vor der Reise bekommt man viele Infos zu notwendigen Impfungen und den verschiedenen Visa.

Ich war also total zufrieden und hoffe ich konnte von euch auch jemanden überzeugen. Falls das der Fall sein sollte, hänge ich unten den Link für genauere Infos an. Man kann übrigens auch kostenlose Zoom Calls mit dem Pmgy-Team machen, um konkrete Fragen zu stellen. 

Jetzt kommt noch eine zweite Art zu reisen, von der ich euch berichten möchte. Und zwar ist das eine Website die “HelpX” heißt. Darüber kann man Gastfamilien auf der ganzen Welt finden, bei denen man dann eine gewisse Zeit verbringen kann. Das Minimum ist meistens eine Woche. Das Prinzip ist, dass man ungefähr 4h am Tag arbeitet und dafür kostenlos bei ihnen schlafen kann und auch mindestens eine Mahlzeit am Tag bekommt. Momentan bin ich in Australiens Westen bei Perth in einer Familie. Dort habe ich mein eigenes Zimmer und ich kann mich den ganzen Tag am Kühlschrank bedienen, das ist super. Meine Arbeit besteht überwiegend darin, mich um die Tiere zu kümmern, wie zum Beispiel Pferdeweiden zu säubern und Futter vorzubereiten. Dann kommen ab und zu mal extra Aufgaben, wie Instandhaltung der Zäune und Gerüste auf dem Hof dazu. Die Arbeit hängt aber davon ab, nach welchen Kriterien man die Gastfamilie aussucht. Meins ist gerade ein Farmstay. Da gibt es ganz viele verschiedene Möglichkeiten von arbeiten im Hostel bis zum helfen auf einem  Boot. Am häufigsten neben Farmstay wird wohl Homestay gewählt. Da sind mögliche Aufgaben dann im Haushalt oder Garten zu helfen oder auf die Kinder aufzupassen.

Ich finde das eine super Möglichkeit, falls man, wie ich, einen Trip entlang der Küste Australiens macht, mal etwas Ruhe zu haben von den ganzen 12-Betträumen in Hostels. Außerdem zahlt man nichts und lernt “echte” Australier (oder wo man gerade ist) kennen.

Ich muss sagen, dass ich beim nächsten Mal auf jeden Fall mehr auf die Lage achten würde. Meine Farm liegt nämlich im Nirgendwo und ich bin darauf angewiesen, dass mich jemand zur nächsten Busstation fährt. Das ist ein bisschen nervig, aber trotzdem konnte ich schon viel sehen, da ich meistens ab 12 Uhr frei habe.

Wer also vielleicht nicht so der Hostel-Fan ist oder einfach zwischendurch gerne mal ein bisschen familiäre Atmosphäre hat, sollte sich das auf jeden Fall merken. Man zahlt einmalig 20€, um sich im Portal von HelpX anzumelden und kann dann für 2 Jahre auf der ganzen Welt nach Familien suchen. Auch dazu hänge ich einen Link an.

Und vielleicht noch als kleine Info für diejenigen, die auch noch unentschlossen sind, was sie in einem eventuellen GAP Jahr machen wollen.

Ich konnte mich auch sehr lange nicht auf etwas festlegen und so habe ich mich bei PMGY nur gut 2 Monate vorher angemeldet und konnte trotzdem alles ganz normal buchen. Und auch die Gastfamilie habe ich erst recht kurzfristig angefragt. Da hatte ich aber auch Glück, denn es gab auch ziemliche viele Absagen, weil die Familien schon andere Helfer haben oder selbst im Urlaub sind. Eine Gastfamilie anzuschreiben sollte man also nicht zu lange aufschieben 😉

PMGY: https://www.planmygapyear.co.uk

Und für die meisten von euch vielleicht interessanter, deren Insta ist einfach @planmygapyear und auf TikTok findet ihr sie unter @planmygapyearofficial 😉

HelpX: https://www.helpx.net/host

Ich hoffe, ich konnte euch ein wenig inspirieren und beantworte auch gerne noch Fragen, wenn jemand von euch eine der beiden Ideen in Erwägung zieht.

Liebe Grüße Anna Lagershausen 

Text und Bilder: Anna Lagershausen (Artikel: Stefan Menkens)

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