Chinareise im Oktober 2026

Allgemein
1. November 2026

Die diesjährige Chinareise der Goetheschule stellte in vielerlei Hinsicht Rekorde auf: 24 Personen statt wie üblich zehn, drei Städte samt Partnerschulen statt zwei und 18 statt 15 Reisetage, vom 09. bis 26. Oktober. Es gibt viel zu erzählen! Es folgt ein kleiner Überblick aus Lehrersicht und bald auch einige Schülerperspektiven. Auch auf chinesischer Seite wurden Berichte veröffentlicht und zwar jeweils auf WeChat: Der unserer Partnerschule in Peking, unserer neuen Partnerschule in Xi’an und des chin. Konsulats in Hamburg.

Gleich nach unserer Ankunft in Peking am Samstag, 10. Oktober, wurden wir im Rahmen eines offiziellen Aktes von unserer neuen Partnerschule, der Guǎngqúmén-Mittelschule, empfangen. Es waren die Mitglieder der chinesischen Reisegruppe, die wir im August bei uns hatten begrüßen dürfen. Im Anschluss gab es eine höchst beeindruckende Schulführung des Hauptcampus der Báiqiáo-Straße, unter anderem durch die Kreativwerkstätten für Technik, die Bibliothek und den Sternenlicht-Boulevard, in dem herausragende Leistungen in zahlreichen künstlerischen Zusatzkursen präsentiert werden. Nach dem Mittagessen konnten wir uns bei strahlendem Sonnenschein und beinah 27 Grad in Schwertkunst und Kürbisbrandmalerei üben bis am Abend die Gastfamilien kamen. Die Wochenenden gab es also genug Zeit, die im Sommer geknüpften Freundschaften aufleben zu lassen.

Von Montag, 12.10., bis Donnerstag, 15.10., standen Schulaktivitäten und Tagesausflüge auf dem Programm. Besonders bemerkenswert war der Besuch in der an unsere Partnerschule angegliederten Grundschule mit Orchester- und Chordarbietungen westlicher und chinesischer Musik und die Sehenswürdigkeiten von Weltrang: Verbotene Stadt, Himmelstempel, Chinesische Mauer beim Juyong-Pass und Sommerpalast. Die Moderne lockte hingegen mit dem Seidenstraßenmarkt, wo nicht immer nur Schnäppchen über den Ladentisch gingen. Nach einem Tränenreichen Abschied ging es dann nach Xi’an.

Dort wurden wir am Freitag, 16.10., auf dem Bahnhofsvorplatz vor einem riesigen LED-Bildschirm mit allen Ehren von zahlreichen Würdenträgern der Stadt Xi’an empfangen. Die Gastgeber unserer Schule vor Ort, die Mittelschule angegliedert an die Verkehrsuniversität Xi’an, kümmerten sich ebenso rührend wie nahbar um uns. Da die Schule kürzlich ihr 130-jähriges Bestehen feiert, verwundert es nicht, dass ihr Geschichtsmuseum sich über eine ganze Etage im Hauptgebäude des Qǔjiāng-Campus erstreckt. Unsere Schüler konnten ihre Partner tagsüber sehen und abends in die Familien begleiten, um sie übers Wochenende besser kennenzulernen.

Am Mo., 19.10., machten wir am Vormittag einen Ausflug zu Líntóng, wo wir gefühlt mit dem Rest von China die Terrakottaarmee besichtigten. Zurück in Xi’an ging es auf die Stadtmauer, die so breit und groß ist, dass wir sie mit dem Fahrrad im wahrsten Sinne des Wortes erfahren konnten. Am Abend ging es ein letztes Mal in die Familien.

Die letzte Station unserer Reise, Shanghai, erreichten wir am Dienstag, 20.10., mit dem Schnellzug. Wie schon in unseren ersten beiden Austauschschulen wurden wir auch in der Fēnghuá-Mittelschule an der Dàníng-Straße herzlich empfangen, diesmal warteten sogar die kompletten Familien vor Ort. Nach einer Vorstellungsrunde ging es dann jeweils nach Hause. Am nächsten Tag stellten uns Schülergruppen teilweise sogar auf Deutsch die Schule, chinesisches Essen und Videospiele vor, es gab Unterricht zu Drohnensteuerung, chinesischer Malerei, Kampfkunst und Kunsthandwerk. Selbstverständlich durften wir alle unsere Werke behalten. Im Vergleich zu Peking und Xi’an hatten wir mehr Ruhe für die Sehenswürdigkeiten: bei den Führungen wurden Schwerpunkte gesetzt, persönliche Gespräche geführt und es gab mehr Zeit zur freien Verfügung. Auf diese Weise konnten Orte wie der Jadebuddhatempel, der Bund und die Wasserstadt Tónglǐ anders wirken. Viele werden sich z. B. noch an die Geschichte erinnern, wie in Tónglǐ früher geheiratet wurde. Da in der Wasserstadt zahlreiche Grund- und Mittelschulklassen ebenfalls zugegen waren, ergaben sich auch Begegnungen der freundlichen Art mit gemeinsamen Foto oder Autogrammstunden, Erlebnisse, die am Wochenende in den Shanghaier Familien mit Sicherheit diskutiert wurden.

Mit der größte Stress der Reise war weniger der Taifun, dessen Auswirkungen wir nur am Freitag in Form von Regen spürten, sondern die Unpünktlichkeit etlicher Züge auf der Rückfahrt von Frankfurt nach Hannover. Aber auch das meisterten wir, so dass alle von ihren eigenen Familien am Hauptbahnhof in Empfang genommen werden konnten. Wir freuen uns auf zukünftige Austauschbegegnungen!

Ankündigungen

Informationen für Viertklässler*innen:
Lerne die Goetheschule kennen! Wann und wo das geht, verrät unser Maskottchen auf unserer Seite für Viertklässler*innen.
Informationen zu Schulausfällen bei extremen Witterungsverhältnissen:
… finden Sie auf der Website des Regionalen Landesamts für Schule und Bildung Hannover. Bitte geben Sie Ihrem Kind eine Erklärung mit, wenn es bei vorzeitigem Unterrichtsschluss nach Hause gehen darf.

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