Ein richtiges Novemberwetter bestimmt die Gemütslage an diesem Vormittag in Hannover: der Himmel ist grau, das Thermometer zeigt kaum 10 Grad – irgendwie fühlt sich alles trübe, klamm und ungemütlich an – ein Samstag, wie gemacht für schlechte Laune! Doch nicht so in der Goetheschule! Strahlende Kinderaugen, Musik aus allen Ecken, verführerischer Waffelduft, neugierige Blicke … ein buntes, fröhliches Treiben: der Musikzweig der Goetheschule hat beim „Tag der Musik“ GrundschülerInnen aus ganz Hannover mit ihren Familien zu Gast und präsentiert sich in öffentlichen Proben sowie abschließendem Orchesterkonzert.



Was gibt es da nicht alles anzuschauen! Die Arbeitsgemeinschaften der Jahrgänge 5-7 sowie das Klassenorchester der Klasse 8a proben an verschiedenen Stellen öffentlich. Das interessierte Publikum setzt sich mal hier, mal dort für einen Moment dazu und bekommt so einen guten Eindruck von der Vielfalt der musikalischen Arbeit an der Goetheschule. Eltern sprechen mit den Musiklehrkräften, doch sie werden alsbald von ihren Kindern weitergezogen – hört man dahinten nicht einen Chor singen?



Die Proben sind nun beendet, die jungen Musikerinnen und Musiker bekommen ihren wohlverdienten Applaus – jetzt noch schnell eine Waffel gegessen und dann aber nichts wie hoch in die Aula zum großen Kinderkonzert. Hier ist bereits alles vorbereitet. Und da kommen auch schon die Musikerinnen und Musiker des Schulorchesters. Ein kurzes Stimmen der Instrumente, eine Ansprache des stellvertretenden Schulleiters Herrn Paesler und dann spielen sie mit vollem Einsatz, Leidenschaft und beachtenswerter Ausdrucksstärke die Musik aus „Peer Gynt“ von Edward Grieg. Doch die heimlichen Stars dieser Veranstaltung sind die beiden Moderatoren Raphael Legrand und Daniel Imhof. Sie begeistern die Kinder (und auch deren Eltern!) mit einer Mischung aus fesselndem Märchenerzähler und witzigem Entertainer mit schauspielerischem Esprit.



Das Publikum folgt ganz gespannt der Musik und ihrer Geschichte. Dabei wird es auch immer wieder aktiv in das Geschehen eingebunden – es singt oder ruft (zunächst noch etwas zögerlich, dann bis zum Kröpcke gut vernehmbar) nach „Ingrid“ … und Dank der Handys der Eltern lässt sich auch die „Höhle des Bergkönigs“ richtig schummrig beleuchten. Ganz in den Bann gezogen von den unterschiedlichen Emotionen, den Mitmachaktionen und der stimmigen Lichtshow durch die Technik-AG merkt niemand in der bis auf den letzten Platz gefüllten Aula, wie schnell diese Konzertstunde verfliegt. Schon beendet der Schlussapplaus des begeisterten Publikums einen musikalischen Samstagvormittag in der Goetheschule, der ganz und gar nicht miesepetrig und von schlechter Novemberstimmung geprägt war. Hier spürte man die Freude am Musikhören und Musizieren. Jedem, der heute Vormittag die Goetheschule besucht hat und sich nun beschwingt auf den Nachhauseweg macht, wurde deutlich: Dieser Musikzweig ist etwas ganz Besonderes! Ein herzlicher Dank an alle Aktiven!
(Fotos: J. Busse; R. Legrand; M. Hurek I Text: M. Hurek)



