Zielaktion I

Allgemeine Informationen

Seit Dezember 2017 führt die Goetheschule ein ERASMUS+-Projekt mit dem Titel “Förderung der interkulturellen Bildung zur Förderung der Europaschule” durch. Dieses Projektvorhaben läuft über 2 Jahre, in denen 13 Kollegen 15 verschiedene Fortbildungen zu diesem Oberthema durchführen. Aufgrund eines umfangreichen Antrags zur Genehmigung werden diese Mobilitäten ins Ausland mit 31.000€ unterstützt. Dieser Betrag wird verwendet, um Fahrt-, Kurs- und Unterbringungskosten zu decken.

Folgende zentrale Ziele sollen erfüllt werden und Eingang in die schulischen Strukturen finden:

  • methodische und didaktische Ansätze zum Bereich interkulturelle Bildung
  • Stärkung der Handlungskompetenz bei Austauschen, Projekten und im Fremdsprachenunterricht
  • Ausbau individueller Kompetenzen in den Bereichen neue Medien und Fremdsprachenanwendung

Ansprechpartner und Koordinator: S. Menkens

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Lehrer bilden sich fort im Bereich der interkulturellen Bildung

Das zweijährige Projekt läuft im Dezember 2019 aus und viele Kollegen haben Fortbildungen im Ausland absolviert, um die Erfahrungen zum interkulturellen Bereich in das Schulleben zu integrieren. Insbesondere der Austausch mit Kollegen aus anderen europäischen Ländern ist sehr lohnenswert gewesen.

Herr Menkens: Guadeloupe, Frankreich

A classroom with a door to the world 

Ein merkwürdiger Titel für eine internationale Lehrerfortbildung. Skeptisch bin ich zu Beginn schon gewesen: Was erwartet mich auf der Karibikinsel Guadeloupe? Um es vorwegzunehmen, diese Weiterbildung hat mich extrem motiviert im interkulturellen Bereich weiter zu arbeiten und hat mir viele neue Bereiche aufgezeigt. Mit Kollegen aus England, Polen, Griechenland und Litauen habe ich zwei Wochen im französischen Département verbracht. Wir hatten jeden Tag einen anderen „Klassenraum“: Strände, Regenwald, Grundschule, kreolischer Garten, Mangroven, Wasserfälle, Märkte und Inseln. An diesen Stellen haben wir einerseits einen Einblick in den Alltag der Bewohner erhalten, so dass wir u.a. die traditionnelle Musik, die geschichtliche Entwicklung der Insel, die Folgen des Klimawandel und die Landwirtschaft kennengelernt haben.

Andererseits haben wir uns an diesen Orten zu verschiedenen Themen ausgetauscht und theoretische Grundlagen erarbeitet. Zentrale Themen waren: Internationalisierung der schulischen Curricula, nationale und persönliche Identität, Globalisierung und deren Auswirkungen auf die Gesellschaft, Aufbau und Entwicklung einer Kultur und unsere Aufgaben und Verhalten als „Weltenbürger“. Am Abend wurden die zentralen Ergebnisse und Erfahrungen des Tages von jedem Teilnehmer in einem Block hochgeladen. Aufgrund der ständigen Ortswechsel und der atemberaubenden Natur vergingen die zwei Wochen extrem schnell und viele Erinnerungen werden mich noch länger begleiten, wie z.B. der Besuch einer Insel, die durch den Klimawandel in den nächsten 5 Jahren untergehen wird. Ebenso kann man festhalten, dass dieser teil Frankreichs ein gutes Beispiel für Integration und Zusammenleben verschiedener Kulturen auf engstem räum darstellt. Denn nach blutigen Konflikten in der Kolonialzeit herrscht jetzt ein friedliches Miteinander verschiedener Gesellschaftsgruppen. 

Frau Dammann-Rehab: Schweden

Was können wir von Schweden lernen?

Seit Jahren schneidet Schweden bei Schultests vorbildlich ab. Wie schaffen die Schweden das? Diese Frage bewegte mich schon länger und so ergriff ich die Chance, schwedische Schulen von Innen zu sehen. Im Rahmen der ErasmusPlus Lehrerfortbildungen nahm ich vom 22.09.-28.09.2019 an einer Schulhospitation in Stockholm teil. Gemeinsam mit Kollegen aus anderen Ländern Europas bekamen wir einen interessanten Einblick in die schwedische Schultradition, in kulturelle Gepflogenheiten und rechtliche Rahmenbedingungen von Schule. Und dann… durften wir schließlich morgens den Unterricht verschiedener Stockholmer Schulen besuchen. Jeden Tag stand eine andere Schule bereit, uns ihre Besonderheiten zu erklären. Der Empfang durch die schwedischen Kollegen war ausgesprochen herzlich und zeigte gleich, welches Schulklima vorherrscht: ein freundliches Lehrer-Schüler-Verhältnis in entspannter Atmosphäre. Die exzellente räumliche und technische Ausstattung trägt wesentlich zu diesem Schulklima bei. Beeindruckend fand ich nicht nur die Medienkompetenz der älteren Schüler, sondern dass Schule den ganzen Menschen in den Blick nimmt mit einem breiten Musikangebot, vielen und gut besuchten Sportangeboten am Nachmittag und Schulkantinen, die besser kochen als manches Restaurant. Dass es sich in angenehmer Umgebung besser lernt, wird hier bewiesen. Ich nehme viele Eindrücke und Ideen mit und hoffe, dass sich Vieles auch in unseren Schulalltag der Goetheschule einbringen lässt.

Herr Menkens: Italien

Nachholbedarf im Bereich digitale Medien im Unterricht 

Die einwöchige Fortbildung fand in Florenz statt und es waren 7 Kollegen aus Polen, Ungarn und Deutschland vertreten, so dass ein Vergleich des medialen Einsatzes zu anderen Ländern gezogen werden konnte. Wir haben im Kurs verschiedene Browseranwendungen und Apps kennengelernt und ausprobiert, die im schulischen Alltag einsetzbar sind. Im Hinblick auf mögliche Tabletklassen an der Goetheschule haben wir Quiz, Flashcards, Videounterricht und kollaborative digitale „schwarze Bretter“ angewendet und auch immer kritisch über den jeweiligen Einsatz im Fachunterricht reflektiert.  

Lehrer der Goetheschule auf Reisen

Einige Lehrer der Goetheschule fehlen aktuell einige Stunden im Unterricht, da sie sich im Ausland fortbilden. Neben dem ERASMUS+ – Projekt haben zwei Kollegen an einer kurzen Studienreise nach Brüssel teilgenommen. 

Derzeitig gibt es das ERASMUS+ Projekt mit dem Titel „Förderung der interkulturellen Bildung zur Stärkung des Europaprofils“, an dem 12 Lehrer der Goetheschule mitwirken. Die Fortbildungen werden mit einer Summe von fast 31.000€ gefördert. Mit diesem Betrag werden die Fahrtkosten, Kurskosten und Unterbringungskosten der Teilnehmer im Ausland gefördert. Die beteiligten Lehrer fliegen u.a. nach Malta, Island, Spanien, England oder Guadeloupe, um sich mit Kollegen aus anderen Ländern zu gemeinsamen Fortbildungen im Bereich „interkulturelles Lernen“ zu treffen und auszutauschen.

Hier sind die ersten Eindrücke und Rückmeldungen:

Herr Legrand: Island

Islands Bildungssystem gilt als eines der am wenigsten selektiven überhaupt und in Deutschland kocht die Diskussion über Bildungsgerechtigkeit respektive Chancengleichheit hoch. Grund genug nach Island zu fliegen, um sich die Haltung zur Bildungsfrage dort einmal genauer anzuschauen. 

Raphael Legrand besuchte eine isländische Fortbildung zum Thema interkulturelles Lernen, wobei Interkulturalität als Umgang mit Diversität im Allgemeinen gesehen wird. Mit diesem Ansatz wird jeder Klassenraum zu einer interkulturellen Begegnungsstätte, in der mit Vielfalt umgegangen werden muss. Diese Heterogenität kann man aber positiv als Bereicherung umdeuten: Im Optimalfall sind im Klassenraum unterschiedlichste Interessenschwerpunkte und damit Expertisen vertreten. Die Fortbildung legte den Schwerpunkt auf die Verbindung dieser Kräfte — weg von einem kompetitiven Arbeiten (Wer ist der beste Schüler?) hin zu einem (weniger selektiven) kooperativen Lernen (Wie können wir zusammen bessere Ergebnisse erzielen?). In letzter Konsequenz ging es also um die Stärkung sogenannter Social Skills.

Wie wir die Erkenntnisse, auch der übrigen Fortbildungen im Rahmen von Erasmus+, in unser Schulleben einbringen, werden wir in den nächsten zwei Jahren intensiv beraten.

Frau Rehhab-Dammann: Malta

Auch für Lehrer ist ein Perspektivwechsel wichtig. Wie funktioniert Schule in den anderen Ländern Europas? Welche Ideen und Impulse kann ich von dort bekommen? Es war toll, sich mit französischen und polnischen Kolleginnen und Kollegen auszutauschen. Wie das Foto beweist: Wir sahen die Welt einmal mit anderen Augen! 😉

Frau Grygas: Frankreich, Sprachschule in Lyon

Bei dem belegten Kurs handelte es sich um ein einwöchiges Angebot für Lehrer, die Französisch als Fremdsprache unterrichten. Es umfasste sowohl Unterricht in der französischen Sprache als auch ein Angebot, das das Ziel verfolgte, pädagogische Praktiken kennenzulernen bzw. zu vertiefen, um somit eine Verbesserung des eigenen Unterrichts zu erreichen. Außerdem bestand die Möglichkeit, ein bis zwei Mal für eine halbe Stunde im Sprachunterricht verschiedener Niveaus zu hospitieren.

mde

Die Sprachschule bot zudem verschiedene Möglichkeiten der Unterbringung an: eine Einzimmerwohnung, eine Zimmer in einer WG mit anderen Schülern der Schule oder eine Gastfamilie. Insgesamt war ich nur bedingt mit der Fortbildung zufrieden, hatte aber den Eindruck als wäre die Schule ein guter Ort zum Erlernen der französischen Sprache.

Herr Aderjahn: Guadeloupe

Claudio Aderjahn beim Austausch mit Kollegen über Projektmanagement in internationalen Erasmus-Projekten der Europäischen Union auf einem Seminar in Guadeloupe.

Frau Ulbricht und Herr Grün: Brüssel

Vom 4.11.18 bis 6.11.18 besuchten wir, Herr Grün und Frau Ulbricht, auf Einladung der EU die europäische Hauptstadt Brüssel. Die Hoffnung war, dass die Teilnehmer mehr über die EU erfahren und dieses Projekt, welches uns eine lange Zeit von Frieden auf dem europäischen Kontinent bescherte, mit viel Enthusiasmus den SchülerInnen näher bringen werden. Programmpunkte wie der Besuch des Hauses der Europäischen Geschichte und des Parlamentes inklusive einer sehr kontrovers geführten Diskussion mit einem Abgeordneten der CDU aus Niedersachsen verdeutlichten einmal mehr auf welchen fragilen Grundlagen unsere politische Zusammenarbeit innerhalb der EU fußt. Ein Grund mehr, die EU nicht nur problemorientiert im Unterricht zu betrachten sondern vor allem die Chancen gerade auch für junge Leute stärker zu betonen!

Ankündigungen

Tag der Offenen Tür:
Der Tag der Offenen Tür findet Samstag, 22. Februar 2020 von 10 bis 13 Uhr im Gebäude am Herrenhäuser Markt statt. Aulaveranstaltungen um 10:15 Uhr und 11:30 Uhr.
DRACULA:
Die Fachgruppen Musik und Darstellendes Spiel präsentieren das Musical DRACULA.

Premiere am 2.12., weitere Aufführungen am 4.12., 6.12., 7.12. und 10.12.

Nächste Termine

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