Segeltörn 2026 – Logbuch

Segel-AG
29. August 2026

letztes Update: 4.9., 12:20 Uhr

Moin, ihr Landratten..

mein Name ist Matthias und ich bin Skipper der SY „König Wasa“. Auf dieser Seite lest ihr das Logbuch des Segeltörns der Segel-AG (aus der Sicht des Teams „Kochstudio“). Vom 29.8. bis zum 4.9. sind wir auf der Ostsee unterwegs.

Tag 7: Bagenkop – Heiligenhafen

Heute morgen sind wir um halb 5 aufgestanden, um die Überfahrt nach Heiligenhafen anzutreten.

Da das Wetter, bzw der Wind sehr wechselhaft vorhergesagt war, war kaum zu kalkulieren, was wir jetzt wirklich auf dem Wasser antreffen würden. Das Ergebnis war, dass der Wind sehr unbeständig, dafür der Regen aber umso beständiger war. Auch, wenn der Wind uns geärgert hat, konnten wir den kompletten Weg segeln, was uns sehr glücklich gemacht hat und einen würdigen Abschluss für den Segeltörn darstellt. Pudelnass haben wir das Schiff wieder sicher in Heiligenhafen abgeliefert.

Für dieses Jahr over out out. Gehe auf Standby bis 3.9.2027.

Tag 6: Rudköbing/Spodsbjerg – Bagenkop

Wie sollte es auch anders sein? Regen.. das war zumindest das erste, was heute morgen beim Blick aus dem Schiff zu sehen war.

Der (fast) zweite Blick offenbarte dann, dass es für Motorbootfahrer offensichtlich andere Regeln der guten Seemannschaft gibt, zumindest in Bezug darauf, was das Verlegen von Stromkabeln auf dem Steg angeht.

Ansonsten lag heute nur eine kleine Strecke vor uns – nominell 17 nm. Wenn da nicht die Windgeschwindigkeit und -richtung gewesen wäre. Der Wind frischte früher auf als vorhergesagt, womit wir schon beim Auslaufen aus Rudköbing 15-20 Knoten Wind hatten. Leider im Tonnenweg gegenan, sodass wir den Motor anschmeißen mussten. Wie wir feststellen mussten, war das nicht sehr erfolgreich, denn der Motor ist so schwach ausgelegt, dass wir gegen die Welle nur 2,5 Knoten Fahrt gemacht haben.
Dies veranlasste uns dazu, sobald wir aus dem Tonnenweg frei waren, mit einer Kursänderung die Segel zu setzen. Zunächst die Fock zusammen mit dem Großsegel im zweiten Reff, dann haben wir das Großsegel aber doch ziemlich schnell eingezogen, um die Krängung zu reduzieren. Die Geschwindigkeit lag damit bei etwa 6 Knoten – also deutlich besser als unter Motor. Und deutlich angenehmer, da das Schiff nicht mehr so durch die Wellen gestampft ist.
Der Tonnenweg nach Marstal rein hatte dann leider wieder einen nicht segelbaren Winkel – also den Ömmel an, nur um ihn direkt nach der nächsten Kursänderung gleich wieder auszumachen und die Fock wieder auszurollen.
Auf dem letzten Stück zwischen Marstal und Bagenkop bescherte uns der Starkwind mit einer gemessenen Spitztengeschwindigkeit von 31 Knoten über die Kieler Buch eine kräftige Welle mit geschätzt bis zu 1,5 Meter Amplitude. Kurzum, wir wurden noch mal ordentlich durchgeschaukelt.

Unnötig zu erwähnen, dass sich dazu auch noch Regen gesellte. Naturgemäß gibt es hiervon leider keine Aufnahmen, da man in so einer Situation die Hände benötigt, um sich festzuhalten und nicht filmen oder fotografieren kann.
Den Schutz des Hafens haben die drei Schiffe aus Rudköbing alle gut erreicht, die Crew vom Erlkönig, die ja aus Spodsbjerg kommt, erwarten wir in den nächsten zwei Stunden.
Eine Beschäftigung haben wir auch im Hafen – denn da uns auf der Strecke zwischen Marstal und Bagenkop das Windmessgerät ausgefallen ist, schauen wir im Masttop nach, ob sich dort irgendwelche Stecker gelöst haben.. leider erfolglos.

Morgen steht dann leider schon der letzte Schlag nach Heiligenhafen an – wir harren der Dinge, was für Windverhältnisse uns da erwarten.

Für heute over and out.

Tag 5: Aerösköbing – Rudköbing

Heute morgen begrüßte uns die Sonne über Aerösköbing – ein perfekter Moment, um das obligatorische Crewfoto zu schießen. Anschließend trennten sich die Wege der einzelnen Crews: ich bin mit meiner Crew noch durch Aerösköbing flaniert und anschließend sind noch einige der Crew schwimmen gegangen.

Die Crews Mephisto und Prometheus haben sich für ein schnelles Auslaufen entschieden, da sie auf dem Weg nach Rudköbing noch Manöverübungen machen wollten und die Crew vom Erlkönig ist erst um 14 Uhr ausgelaufen, da sie zum einen einen längeren Schlag nach Spodsbjerg vorhatten und zum anderen in den Sonnenuntergang segeln wollten.
Der Tag beschwerte uns dann wieder reichlich durchwachsenes Wetter, sodass dieser Törn sicher als einer der regenreichsten in die Geschichte eingehen wird. Nichts desto trotz war der Svendborgsund sehr malerisch.

Leider war der Sund uns nicht sehr wohl gesonnen, sodass wir gegen die Strömung fahren mussten – unter Segeln und einschlafendem Wind eine echte Herausforderung. Der Wetterlage geschuldet verzichteten auch die Crews von Mephisto und Prometheus auf die Manöverübungen und liefen direkt in Rudköbing ein – das Kochstudio folgte einige Zeit später und final bekamen wir auch vom Erlkönig die Bestätigung, dass sie sicher in Spodsbjerg festgemacht haben.


Morgen geht es nach Bagenkop, um für Freitagmorgen einen guten Absprungsort Richtung Heiligenhafen zu haben. Da sowohl morgen als auch übermorgen der Wind noch mal deutlich frischer werden soll, sind wir sehr gespannt, was uns die Kieler Bucht an Welle zu bieten hat.

Für heute over and out.

Tag 4: Haderslev – Aerösköbing

Wieder ein Tag, an dem sich Sonne und Wolken abgewechselt haben. Dafür aber mit viiielen Regenbögen.


Das Auslaufen aus Haderslev erfolgte ohne Probleme. Da die Crews zu unterschiedlichen Zeiten ausliefen, sind einige unter Segel durch den Fjord gefahren, andere unter Motor.

Nebst der traumhaften Landschaft wurden dabei auch Schweinswale und sogar Robben auf einer Sandbank gesichtet (leider ohne Bildmaterial). Voller Hoffnung auf aufkommenden Wind bogen wir nach dem Fjord in den Arö-Sund ein – und wurden nicht enttäuscht. Der Wind frischte auf, sodass wir mit 3-4 Windstärken aus Raumschots Kurs auf Aerösköbing legen konnten.

Zudem gab es auch einige Traditionssegler zu sehen.

Da der Wind zum Ende hin noch mal ordentlich auffrischte, waren die Anlegemanöver im Hafen durchaus anspruchsvoll, wurden aber von allen Crews gut gehändelt und von anderen Seglern im Hafen lobend begutachtet.
Kurzum: wir hatten wieder einen sehr schönen Segeltag und freuen uns auf den morgigen.


Plan für morgen: 9 Uhr Treffen für’S Crewfoto, anschließend Landgang und danach auslaufen nach Rudköbing (durch den Svendborgsund).

(Bilder werden aufgrund technischer Probleme nachgeliefert.)

Für heute over and out.

Tag 3: Faaborg – Haderslev

Nach einer ruhigen Nacht begann der Tag für meine Crew heute um 9:00 Uhr mit dem Auslaufen Richtung Lyö. Der morgendliche Sonnenschein war trügerisch, denn kurze Zeit später zog sich der Himmel zu und es regnete.. (Spoiler: es gab auch immer wieder blaue Lichtblicke am Himmel 🙂 )

Bei Lyö „sammelten“ wir die anderen Crews ein und gemeinsam wurde Kurs gesetzt auf Haderslev. Wie der Karte zu entnehmen ist, ist dieser Hafen sehr weit im Landesinneren und nur über einen wunderschönen Fjord zu erreichen.


Leider konnten diese Schönheit nicht alle Crews genießen, da immer wieder Regen und zwischendurch auch ein Gewitter aufzogen. So kamen wir gut durchnässt im Hafen an, wo sich jetzt letztlich doch noch die Sonne durchsetzt. Die Crew der Fleutjepiepen, die sich bei aufziehendem Gewitter in einen Hafen verholt hatte, konnte den Fjord in vollen Schönheit und mit Regenbogen erleben.

FunFact zum Fjord: Immer wieder schwimmen gelbe Tonnen mit Zahlen drauf auf dem Wasser.. unsere These: das sind die Hausnummern 🙂


„Ganz nebenbei“ haben wir heute auch den kleinen Belt gequert und durften feststellen „Gewässer, die bellen, beißen nicht“ 🙂 Die Überfahrt war für alle sehr angenehm und verträglich – trotz etwas Welle und reichlich Wind.
Als Zwischennfazit lässt sich festhalten, dass die Grundtemperatur dieses Jahr eher gering ist und es derzeit nicht danach aussieht, dass wir noch mal ins Wasser gehen – nass werden wir ja aber auch so ganz reichlich.


Wo es morgen hin geht? Das klärt sich heute Abend bei der Skipper-Besprechung, die dann wieder auf eine Schiff stattfindet und nicht wie gestern – der Situation geschuldet – als Videokonferenz.

Für heute over and out (oder wie unser Admiral immer sagt „über und aus“).

Tag 3: Geschichten aus dem Hafen-Leben – „Mit Kurs auf die Teufelsinsel“

Was man alles so im Hafen erlebt…
Ich war gerade unter Deck beim Abwaschen, als am Steg nach mir gefragt wurde. Als ich nach oben kam, war dort ein Mann auf dem Steg, der sich mir mit Carsten vorstellte und nach Matthias fragte.. offenbar sah er das Fragezeichen über meinem Kopf, weswegen er mir erklärte, was ihn zu mir geführt hat.
Carsten wohnt direkt am Hafen – mit Blick auf den Hafen und hat unsere Schiffe anlegen sehen und erkannte sofort, dass wir offenbar als Gruppe zusammen unterwegs sind. Meine Kochstudio-Flagge – auf der auch „Goetheschule Hannover“ steht – gab ihm den entscheidenden Hinweis. Er googlete nach „Goetheschule Hannover“, kam auf die Website goetheschule.de, klickte sich dort durch und fand im Slider an 5. Position dieses Logbuch.
Doch damit nicht genug: er las dieses Logbuch auch noch und stieß auf meine These mit den Hausnummern. Das konnte er so nicht stehen lassen und suchte die verlinkte PDF heraus, in der viele interessante Hinweise zu Hardeslev und der Passage des Hardeslev-Fjords enthalten sind. Hier findet man auch, dass die Schilder keine Hausnummern, sondern Hinweise auf historische Sehenswürdigkeiten und Besonderheiten sind – alle erklärt in der PDF.
Ich habe mich sehr über diese Begegnung gefreut und danke Carsten für seine Entschlossenheit, meine Fehlvermutung richtigzustellen. Mehr davon 🙂 Danke!

Für heute nun aber wirklich over and out.

Tag 2: Marstal – Faaborg/Lyö

Puh, war das eine schwere Geburt, zu entscheiden, wo es heute hin gehen sollte. Nachdem wir uns gestern Abend auf Faaborg auf der Insel Fyn geeinigt hatten, wurde anhand dieser Vorgaben fleißig Navigation geübt.

Ach ja, der Plan Rund Fyn zu segeln ist vom Tisch..

Heute morgen wurde dann doch alles über den Haufen geworfen. Zum einen wurde infrage gestellt, ob wir überhaupt auslaufen, dann wann bzw wohin.. Ich spoilere das Ergebnis: drei der vier Crew liegen heute Nacht in Lyö, ich liege mit meiner Crew in Faaborg. Aber wie kam es dazu?
9 Stunden früher: Heute morgen um 8 Uhr hatten wir in Marstal 6 Windstärken und wurden im Hafen ganz schön durchgeschaukelt. Dies veranlasste vor dem Hintergrund des gestrigen Tages zu der Frage ob man überhaupt auslaufen solle. Argumente wurden ausgetauscht, abgewägt und wieder verworfen.

Das Ergebnis war, dass ich mich für ein Auslaufen um halb 10 entschieden habe, da ich für mich zu dem Schluss kam, dass in der Landabdeckung von Aerö das Wetter gut zu händeln sei. Das war es bei durchweg durchwachsenen Wetter und 5-6 Windstärken, dafür aber über 6 Knoten nur unter Fock.


Die anderen Crews entschieden sich dazu, noch im Hafen zu bleiben und auf „besseres“ Wetter zu warten. Kurz nachdem meine Crew um etwa 14 Uhr in Faaborg festgemacht hat, erreichte mich die Nachricht, dass eine andere Crew doch einen Abstecher nach Lyö gemacht hat, andere Crews noch zum Mittagessen in Marstal lagen. Die Lyö-Crew versuchte nun andere Crews anzuheuern, um ihnen Gesellschaft zu leisten – erfolgreich. Unter anderem auch, weil dort eine ehemalige Schülerin auf einem Traditionssegler erwartet wird.
So liegen wir heute Nacht in getrennten Häfen – mal schauen, wo wir uns morgen wiedertreffen.

Für heute over and out.

Tag 1: Heiligenhafen -> Marstal

Die gestrige Anreise hat sich ganz schön hingezogen, da ein Teil der A1 gesperrt war und wir ein Stück querfeldein fahren mussten. So war es bereits 22:34 Uhr, als wir in Heiligenhafen ankamen. Mit dem Ausladen des Proviants, Beziehen der Yachten und eines ersten Checks war es somit für viele Crews schon 1:00 Uhr oder später, bis wir in die Kojen kamen.
Der heutige Tag begann trotzdem zeitig, da die Bootsübergaben erfreulich früh abgehandelt werden konnten. Ausgelaufen sind wir dann zwischen 11 und halb 12 – Ziel Marstal. Bei 5-6 Windstärken war die See recht kabbelig und die bis zu 1,5 Meter hohe Welle, die sich über die Kieler Bucht aufgebaut hat, hat die Boote ordentlich durchgeschaukelt. Das fanden nicht alle angenehm – dafür freuten die Fische sich über ein Extra-Festmahl…


Alles in allem war uns das Wetter aber sehr gewogen, sodass wir in einem Sonne/Wolken/Regen-Mix zügig vorankamen – die Höchstgeschwindigkeit in der Flottille lag bei über 9 Knoten.
Einlaufen in Marstal war dann etwa zwischen 17 und 18 Uhr. Zum Leidwesen der Stegzuschauer lieferten alle Crews ein exzellentes Anlegemanöver ab, womit das Hafenkino ausblieb. So kann es weitergehen 🙂
Noch steht nicht fest, wie es morgen weitergeht. Eine Überlegung als Wochenziel ist „Rund Fünen“, damit könnte ein morgiges Ziel Assens sein – ich werde berichten.

Für heute over and out.

Ankündigungen

Informationen zu Schulausfällen bei extremen Witterungsverhältnissen:
… finden Sie auf der Website des Regionalen Landesamts für Schule und Bildung Hannover. Bitte geben Sie Ihrem Kind eine Erklärung mit, wenn es bei vorzeitigem Unterrichtsschluss nach Hause gehen darf.

Nächste Termine

Schulleben

Das Phantom der Oper

Allgemein, Darstellendes Spiel, Musik, und Musikzweig
2026-08-30 20:00:54

Sommerkonzert zum Schuljahresbeginn

Konzerte und Musikzweig
2026-08-30 18:57:25

Besuch der Guangqumen-Mittelschule

Chinesisch
2026-08-30 13:14:04