
Tag 7: Bagenkop -> Heiligenhafen

Angekommen!
Für den letzten Tag hieß es „früh raus“, um rechtzeitig zur Schiffsübergabe wieder in Heiligenhafen zu sein. Leider hat es Bindfäden geregnet.. aber es half alles nichts – da mussten wir durch. Zum Regen gesellte sich anfangs auch noch eine Flaute, sodass wir zunächst Strecke unter Motor machen mussten. Zum Glück frischte der Wind auf etwa halber Strecke auf, sodass wir den Rest unter Segeln (und Regen) zurücklegen konnten. Mit dem Passieren der nördlichen Untiefen-Tonne bei Heiligenhafen startete quasi das End-Programm: Tanken, Anlegen, Schiff aufräumen.
Heutiges Highlight: wir haben ein U-Boot gesichtet (reiht sich ein in die vielen Neuigkeiten, die es dieses Jahr auf dem Törn gab).
Für dieses Jahr over and out.
Tag 6: Rudköbing -> Bagenkop

Was für ein schöner Segel-Tag 🙂
Wenngleich der Schlag von Rudköbing nach Bagenkop mit etwa 17 nm doch sehr überschaulich weit ist, haben wir einen wunderbaren Tag gehabt. Erklärtes Ziel war es, frühzeitig im Hafen von Bagenkop zu sein, da befürchtet wurde, der Hafen könnte aufgrund der guten Absprung-Bedingungen nach Heiligenhafen überfüllt sein. Diese Befürchtung bewahrheitete sich zumindest um 14:00 Uhr, als die ersten beiden Crews einliefen, nicht, sodass wir uns entspannt eine Box suchen konnten.
Die anderen beiden Crews entschieden sich noch für Hafenmanöver und Eis-Essen in Marstal und werden am frühen Abend in Bagenkop erwartet.
Insgesamt war heute noch mal von allem was dabei: am Anfang Tonnenweg unter Motor, dann Kreuz unter Segeln, wieder Tonnenweg und dann noch mal Segeln mit etwas mehr Welle, beim Sprung von Marstal nach Bagenkop rüber. Und dabei reichlichst Sonne.
Morgen endet der Törn dann leider schon wieder, sodass wir morgen früh rüber nach Heiligenhafen fahren. Mal schauen, ob das unter Segeln oder Motor sein wird.. die Wetterprognosen sind sich da noch nicht so einig.
Für heute over and out.
Tag 5: Vejrö -> Rudköbing

Ein perfekter Segeltag. So lässt sich der heutige Tag wohl am besten zusammenfassen.
Beim Auslaufen wurden wir gleich von einer frischen Brise erwartet, die uns in Richtung „Großer Belt“ trug. Auf dem Weg um die Nordspitze Langelands wählten die Crews je nach Segeleigenschaft ihrer Schiffe unterschiedliche Routen: die eine Crew fuhr über Omö entlang, die restlichen schlängelten sich durch die Untiefen südlich der Insel. Einige fuhren einen großen Bogen um die Nordspitze, andere legten Kurs auf eine südlichere Durchfahrt an.
Der große Belt zeigte sich heute von seiner freundlichen Seite – sowohl was den Wellengang, als auch was den Schiffsverkehr angeht. Auf der Westseite Langelands wurden wir dann alle auf einem Am-Wind-Kurs mächtig auf die Backe gelegt – zu großer Freude aller.
Nach und nach liefen so alle Crew freudestrahlend in Rudköbing ein.
FunFact des Tages: in Dänemark sind sind sogar die Steckdosen freundlich 🙂

Das Ziel für morgen: Bagenkop.
Für heute over and out.
Tag 4: Stubbeköbing -> Vejrö

9:30 Uhr:
Nachdem wir von der Sonne wachgekitzelt wurden, hat diese sich zum obligatorischen Crewfoto leider wieder verkrochen.

Leider muss man sagen, dass sie sich da in guter Gesellschaft mit dem Wind befindet, der heute morgen auch eher lau bis gar nicht vorhanden ist. Entsprechend werden die ersten Meilen unter Motor zurückgelegt – in der Hoffnung, in Smolands Fahrwasser auf freier Fläche noch etwas Wind abgreifen und doch noch mal die Segel herausholen zu können.
Leider mussten wir heute morgen im Hafen von Stubbeköbing feststellen, dass sich offenbar nicht alle so um die Reinhaltung der Meere bemühen, wie wir: es zog sich ein großer stinkender Treibstoff-Teppich durch den Hafen – da freut sich die Natur bestimmt nicht.

Soviel für den Moment – später sicher noch mal einen Kurzbericht bei Ankunft.
21:36:
Nach dem ersten Bericht war der heutige Tag dann noch sehr ereignisreich. Die Flaute wurde zum Beispiel dazu genutzt, Manöver-Übungen zu fahren – zunächst mit Fendern, die über Bord gingen, dann mit dem Skipper, der über Bord gesprungen ist. Dieser ist erfolgreich wieder eingesammelt worden. Allerdings wurde ein Teil der Rest der Crew hiervon inspiriert, ebenfalls ins Wasser zu springen, womit erstmal ein bisschen gebadet wurde.

Anschließend ging es zunächst unter Motor weiter, doch sehr versöhnlich kamen zum Ende des Tages noch sowohl Wind als auch Sonne heraus – Grund genug, die Segel zu setzen und dem Zielhafen Vejrö entgegenzusegeln. Dabei wurden diverse Robben und Schweinswale gesichtet – das ist in den letzten Jahren auf jeden Fall wieder häufiger der Fall.

Hier genießen wir nun die Annehmlichkeiten der Insel, wie zum Beispiel die exzellenten sanitären Anlagen.
Zur Abrundung der wettertechnischen Bandbreite zog heute Abend noch ein Gewitter über uns her, womit der Abend unter Deck verbracht wird.
Morgiges Ziel voraussichtlich: Rudköbing.
Für heute over and out.
Tag 3: Gedser -> Stubbeköbing

Alles, was uns in den letzten Tagen an Wind gefehlt hat, gab es heute auf einen Schlag. Beim Auslaufen aus Gedser empfingen uns etwa 5 Windstärken und eine Welle mit zum Teil 1 Meter Hub. Dies hielt uns nicht davon ab, wieder einmal die Umwelt zu schützen und die Ostsee zu säubern. So haben wir heute einen riesigen „Geburtstags-Ballon“ aus dem Wasser gefischt. Die Robben, die wir gestern gesichtet haben, werden es uns hoffentlich danken.

Nach dem Umfahren der Südspitze der Insel Falster ging es mit Halbwind in Richtung Norden. Dabei wurden wir durch die Wellen mächtig durchgeschüttelt – die Fische haben sich gefreut 😉
An der Nordspitze von Falster ging es in den Sund (oder ist es ein Fjord?) zwischen Falster und Mön durch den Tonnenweg, unserem heutigen Ziel Stubbeköbing entgegen. Der Hafen bietet uns reichlich Platz und auch das längste Schiff hat an der Kaimauer noch ein schönes Plätzchen gefunden.
Der Tag endete mit einem bestechenden Sonnenuntergang.

Morgen ist der Plan, nach Vejrö zu segeln – mal schauen, ob der Wind mitmacht oder er – wie aktuell angekündigt – einschläft.
Für heute over and out.
Tag 2: Rödby -> Gedser

Zunächst eine Erklärung dafür, weswegen der gestrige Bericht auch erst heute online geht: zum einen hat es mich gestern Abend dahingerafft, sodass ich die Website nicht mehr bestücken konnte, zum anderen hatte ich auch – für dänische Verhältnisse völlig untypisch – keinen Empfang im Hafen. Ich hoffe, dass ich die nächsten Berichte wieder zeitnah liefern kann (hat heute schon mal nicht geklappt, da mich das Netz wieder geärgert hat..)
Der heutige Segel-Tag begann mit einem Abenteuer der besonderen Art: da wir quasi über die Baustelle des Tunnels von Puttgarden nach Rödby gefahren sind, mussten wir uns per Funk anmelden und wurden von einem Guard-Ship eskortiert. Ob das nun nötig gewesen wäre… aber nun gut, es war auf jeden Fall eine neue Erfahrung für uns.

Unser Weg führte uns dann an zwei Windparks vorbei, besser gesagt, durch. Der erste Windpark (Rödsand 2) zog sich dabei quasi endlos und der Wind stand so, dass wir endlos kreuzen mussten – durch den zweiten (Rödsand 1) führte ein Lateralsystem, sodass wir quer hindurch segeln konnten.
Besonders hervorzuheben ist die heutige Leistung von Team Prometheus, die auf der Kreuz auch gleich noch die Ostsee von umherschwimmendem Plastik befreit haben 🙂
Der Endspurt nach Gedser verlief dann unter Motor, da wir schon recht spät dran waren und nochmals hätten kreuzen müssen.
Für heute over and out.
Tag 1: Heiligenhafen -> Rödby

Der heutige Tag war für viele von uns doch eher ernüchternd. Obwohl wir die Vorabend-Anreise gewählt haben und bereits gestern Abend auf den Schiffen waren, hat es heute Morgen lange Leerlaufzeiten gegeben. Zum einen wurden die vorangemeldeten Übergabezeiten der Schiffe nicht eingehalten, zum anderen wiesen die Schiffe mitunter große Mängel auf, die noch behoben werden mussten (selbst ein Gennerker, der standardäßig zu einem der Schiffe gehörte, wurde erst um kurz nach 12:00 Uhr geliefert).
Kurzum: aufgrund der Begebenheiten haben wir uns von unserem ursprünglichen Ziel Nysted verabschiedet und sind auf die andere Seite der „Vogelfluglinie“ nach Rödby gefahren. Das Wetter bot einige Varianten, sodass sich alle mit ihren Schiffen vertraut machen konnten. Zwei Crews konnten die Zeit sogar nutzen, zu ankern und in die Ostsee zu springen – bei etwa 20°C Wassertemperatur eine angenehme Aktivität.

Sonnenuntergänge können die hier 🙂
Für morgen sind wieder wechselnde Winde von überall angesagt und wir planen nach Gedser an der Südspitze Falsters zu kommen.
Für heute over and out.



