Rafael, Goetheschule:
„Vom 22. April bis zum 1. Mai haben drei weitere Schüler:innen des 11. Jahrgangs und ich im Rahmen von Erasmus Plus an einem Schüleraustausch in Rouen, der Hauptstadt der Normandie (Frankreich), teilgenommen. Durch den Austausch hatten wir die Möglichkeit, einen spannenden Einblick in den Schulalltag des Lycée Gustave Flaubert zu bekommen.
Wir konnten den Alltag französischer Schüler hautnah miterleben. Durch das Leben in der französischen Gastfamilie konnten wir die französische Kultur und Sprache intensiv erleben. Ein Unterschied zur Goetheschule war, dass die Schule in Frankreich bis 17 Uhr ging. Besonders spannend war es, neue Fächer kennenzulernen und zu sehen, wie unterschiedlich die Lehrerinnen und Lehrer unterrichten.
Am Wochenende besuchte ich mit meiner Austauschfamilie die Küstenstadt Étretat. Bisher kannte ich die Küstenstadt nur von der bekannten Serie Lupin, was es noch deutlich interessanter machte, vor Ort zu sein. Außerdem machten wir zahlreiche Spaziergänge durch die Altstadt von Rouen und besichtigten die vielen historischen Kathedralen.
Der Austausch ermöglichte es mir, neue Freundschaften zu schließen und vor allem meine Französischkenntnisse zu verbessern. Ich bin den Lehrkräften unserer Schule und meiner Gastfamilie sehr dankbar – ohne sie wäre diese unvergessliche Zeit nicht möglich gewesen.“

Selma, Goetheschule:
„Während unseres Aufenthalts in Frankreich waren wir alle bei einer französischen Gastfamilie und hatten einen Austauschschüler, der für und zuständig war und uns seinen Alltag gezeigt hat. So gut es ging haben wir uns auf Französisch mit unseren Gastfamilien unterhalten, es konnten aber auch fast alle dort Deutsch. Es gab also nur selten Verständnisprobleme. Abends gab es immer ein gemeinsames Abendessen, wo wir verschiedene französische Gerichte wie Ratatouille und Kuchen oder Käse als Dessert gegessen haben. Anschließend haben wir noch Zeit verbracht, indem wir zusammen Spiele gespielt oder Filme geschaut haben.
Es war sehr interessant zu sehen, wie sich die Haushalte kulturell unterscheiden. Viele französische Familien sind generell etwas strenger und schulische Leistungen sind ihnen sehr wichtig. Am Wochenende haben uns unsere Gastfamilien ein Teil Frankreichs gezeigt und wir sind ans Meer, an einen Ort namens Étretat, gefahren. Es war wunderschön und unsere Gastfamilien konnten uns den perfekten Einblick in eine französische Familie geben.“

Miriam, Goetheschule:
„Das Praktische an unserem Austausch war, dass meine Austauschpartnerin so gut Deutsch gesprochen hat, wie ich Französisch. So war die Kommunikation deutlich einfacher und Missverständnisse konnten ganz schnell geklärt werden. Ich muss zugeben, dass mein Französisch echt schlecht ist, dennoch habe ich vieles durch den Austausch gelernt, wie zum Beispiel eine normale Konversation auf eine natürliche Art in einer anderen Sprache geht.
Die Menschen waren alle sehr freundlich und haben auch darauf geachtet, langsam und verständlich Französisch zu reden, was mir vieles erleichterte. Rouen ist eine Stadt, die von Kunst stark geprägt ist. In allen Formen und Farben war die Kunst vorhanden. Von modernem Tanz bis zu gigantischen Kirchen war alles da. Ein Nachmittag in Rouen war wie ein Tag in klein Paris. Überall waren süße Cafés mit Blumen und nette Tante Emma-Läden, wo man jeden Kleinkrams finden konnte.
Was ich niemals vergessen werde, war das Musikfest. In ganz Rouen waren kleine Bands, wo man überall ein bisschen reinschnuppern konnte. Für jeden war etwas dabei. Und auch wenn es nur 10 Tage in Frankreich waren, haben mich diese Tage sehr geprägt. Für ein kurze Zeit hatte ich die Möglichkeit, den Alltag eines Franzosen zu leben.“

Sacha, Lycée Gustave Flaubert:
„Ich war während zwei Wochen in Hannover. Die erste Woche war ich mit einem deutschen Paar. Sie waren sehr nett und sehr aufmerksam. Die zweite Woche war ich mit der Familie von Selma. Die Familie (insbesondere die Mutter, weil ich viel mit ihr gesprochen habe) war sehr nett und offen für mich. Also, der Dialog war einfach. Die Sprache war kein Problem. Am Anfang hatte ich ein bisschen Angst, dass ich den Dialog nicht verstehen kann. Aber ich habe mir Freunde gemacht, denn die Leute waren sehr nett zu mir.
Für die Projektwoche habe ich das Kinothema gewählt. Während des Kinoprojekts habe ich mich also mit Kinofilmen beschäftigt und was es gab in den Kinos. Es war auch eine neue Klasse und manchmal kannten sich die Leute nicht. Es war also eine Möglichkeit, um mir ein paar Freunde zu machen. Die zweite Woche habe ich Unterricht gehabt, aber es war das Ende des Jahres. Also ich habe nicht so sehr gesehen, wie ein normaler Unterricht aussieht.
Ich habe einen sehr guten Moment in Hannover verbracht. Ich habe viel Spaß gehabt, als ich die Stadt besichtigt habe oder als ich mit Personen gesprochen habe. Danke allen Leuten, es war super!
Ich werde mich immer an diese wunderbare Reise erinnern.“




