.

Die EU als potentieller Arbeitsmarkt - ein Fokus auf Umweltwissenschaften in Spanien

Vom 26.11. – 03.12.2017 waren fünf Schülerinnen und Schüler im Rahmen des von der EU geförderten „Erasmus+“-Projekts der Goetheschule zu Gast bei unserer Partnerschule in Sevilla (Spanien). zu Gast bei unserer Partnerschule in Sevilla (Spanien).

 

Während wir eine Woche lang von Sonntag früh (Treffen am Flughafen: 04:30 Uhr!) bis Sonntagabend (21:00 Uhr) unterwegs waren, konnten wir zwar auch den sogenannten „südspanischen Winter“ bei angenehm warmen Temperaturen genießen – insgesamt hatte unsere Partnerschule jedoch ein lehrreiches und durchaus anstrengendes Programm für uns organisiert.

 

2017_Erasmus+_Gruppe

 

So ging es nicht nur darum, Sevilla und die spanische Kultur (mit traditionsreichen Tänzen und teilweise außerordentlich späten Essenszeiten) kennenzulernen, sondern vor allem darum, das Projektziel zu erreichen: Innerhalb des Projekts wird gemeinsam mit Schülern der anderen Projektschulen aus Sevilla, Pau (Frankreich) und Rájec-Jestřebí (Tschechische Republik) der Kontrast zwischen einer hohen Jugendarbeitslosigkeitsquote einerseits und dem Fachkräftemangel in naturwissenschaftlich geprägten Berufsfeldern andererseits thematisiert.

 

2017_Erasmus+_Arbeitsgruppe

 

Auf Basis dessen wurden und werden Berufsfelder erkundet und deren Zugangswege, Studiendauer, Karrierechancen etc. in den verschiedenen Ländern verglichen. So haben wir u.a. Vorträge zu interdisziplinären Studiengängen gehört, den Umweltschutz in alten Minen kennengelernt, einen Blick in die Umwelterziehung und -erhaltung im Doñana Nationalpark geworfen und unter Anleitung von Meeresbiologen Fische untersucht (und seziert!).

 

2017_Erasmus+_Nationalpark

 

Die Schülerinnen und Schüler haben sich nicht nur mit dem Thema Umwelt beschäftigt, sondern hatten auch ausreichend Zeit, die verschiedenen Kulturen, vor allem aber die spanische Kultur kennenzulernen und in das Leben der Gastfamilie integriert zu werden. Abgerundet wurde das Programm mit einer schönen Farewell-Party :-).

Nachdem wir im Januar dieses Jahres bereits mit Schülern unserer Partnerschulen das Berufsfeld „Mobilität“ in Hannover untersuchen konnten und im März eine Schülerdelegation in Pau rund um den chemiebezogenen Arbeitsmarkt recherchiert hat, war dies die zweite Reise unserer Projektgruppe. Im März 2018 folgt dann die Reise nach Rájec-Jestřebí, bei der wir uns mit Berufen rund um das Thema Architektur beschäftigen werden.

„Ganz nebenbei“ werden die Schülerinnen und Schüler auf eine internationale Berufskarriere vorbereitet, indem benötigte Schlüsselkompetenzen und interkulturelle Zusammenarbeit erprobt und geübt werden. Neben den theoretischen und praktischen Erfahrungen in potentiell zukünftigen Berufen gibt es – wie bei einem Austausch üblich – immer wieder viel zu lachen und zu erleben, (eigene und politische) Grenzen zu überwinden und Freundschaften zu schließen. Es war eine schöne und lehrreiche Zeit, die von Erfahrungen und neuen Freundschaften geprägt wurde!

 

2017_Erasmus+_Teilnehmer

 

Text: Anastasia Romanenko

Fotos: Daniel Imhof