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„Romeo und Julia“ und die Frage nach der Liebe

Die AG Theater Theater präsentierte ihren persönlichen Zugang zu Shakespears Klassiker

 

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Von den Bühnen des Londoner Globe Theatre hinaus in die Welt und schließlich in die Aula der Goetheschule: Am 27. Februar feierte die AG Theater Theater unter der Leitung von Nicole Thaler mit einer Neuinszenierung des klassischen Dramas „Romeo und Julia" Premiere.
Präsentiert wurde dabei keine simple Reproduktion des ‚Klassikers‘, sondern eine individuelle und aktuelle Auseinandersetzung mit Shakespears Werk. Dafür haben die Spielerinnen das mächtige Drama auf seine wesentlichen Szenen reduziert und mit biografischen Texten verschränkt. Im Zentrum stand dabei die Frage: Was ist Liebe?
„Liebe ist das Gefühl, bei einer Person zuhause zu sein. Man versteht einander, ohne etwas zu sagen. Liebe ist unendlich.“
Tragisch kann Liebe sein, zerbrechlich, aber ebenso intensiv und erfüllend – bis in den Tod.
Ohne kitschig zu werden, stellten die Spielerinnen dies abwechselnd durch Shakespears Text und biografische Erzählungen dar. Durch das Mittel des Rollenwechsels erhielt die Inszenie-rung eine besondere Dynamik und Abwechslung. Stolz und selbstbewusst präsentierten die Spielerinnen IHR Stück, sodass es eine Freude war, ihnen zuzuschauen!
Sie haben alles gegeben, ihre Version von Romeo und Julia auf die Bühne zu bringen, und die Arbeit hat sich gelohnt: ein kurzweiliger, unterhaltsamer Theaterabend, der gleichzeitig noch zum Nachdenken über das große Thema Liebe angeregt hat.


Text: Anna-Lena Hagen
Foto: Nicole Thaler