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Reisebericht vom Shanghai Austausch - Oktober 2009


Erste Eindrücke aus Shanghai

Nach einem Zick-Zack-Kurs von Hannover per Bahn nach Frankfurt, von da per KLM-Cityhopper nach Amsterdam und letztendlich mit einer Boeing 747 (Jumbo!!) nach Shanghai...haben wir gerade in unserem Hotel "Motel 168" eingecheckt. Der Transrapid war wohl heute auch relativ langsam: er ist über 301 km/h nicht hinaus gekommen.

 

Shanghai Austausch 2009 - unsere Schüler in Shanghai

 

Obwohl wir alle etwas müde sind, stehen heute noch das Shanghai - und das Urban Planning Museum auf dem Programm. Nach einem gemeinsamen Abendessen planen einige von uns noch einen Besuch bei der Fußmassage...und dann endlich ab ins Bett.

 

Ganztagstour nach Suzhou

Für den heutigen Tag stand eine Ganztagstour in das 2 Stunden entfernte Suzhou auf dem Programm.

 

Bei herrlichem Wetter besichtigten wir den "Garten der Liebenden", den Tigerhügel, die "Seidenfabrik No 1" und den "Hansan-Feng Garten" mit einer eindrucksvollen buddhistischen Tempelanlage.

 

Shanghai Austausch 2009 - Besuch in Suzhou 04

 

Zwei Bootstouren, eine spannende Rückfahrt im Stau, ein sehr leckeres Abendessen und die tolle Stimmung in der Gruppe rundeten den Tag ab.

 

Morgen stehen wir auch "gerne" wieder um 6.30 Uhr auf, um eine hoffentlich ebenso abwechslungsreiche Fahrt in das Wasserdorf Tongli anzutreten.

Wasserdorf Tongli und Shanghaier Stadtteil Pudong

Wir haben in den letzten Tagen so viel erlebt: die Tagestour in das Wasserstädtchen TONGLI war sehr eindrucksvoll: enge Gassen, uralte Häuser, der Garten "Tuisi Yuan" und die vielen Kanäle, auf denen man Bootsfahren konnte. Kormoranfischern durfte man bei ihrer Arbeit zusehen. Beim Mittagessen probierten wir die Spezialität der Region: Suti (Schweinshaxe in spezieller Sauce). Sehr lecker!

 

Shanghai Austausch 2009 - Wasserdorf Tongli

 

Am Donnerstag besichtigten wir den Shanghaier "booming" Stadtteil PUDONG. Auf dem "Oriental Pearl Tower" liefen wir alle - ganz schwindelfrei auf dem Skywalk. Nachmittags trafen unsere Schüler ihre chinesischen Gastgeber. Alle sind ganz begeistert von ihnen: sie haben sich außerordentlich viel Mühe geben, sind sehr freundlich und es gibt viel zu lachen.

 

Die Stimmung in der Gruppe ist super...obwohl einige von uns ein Schlafdefizit aufweisen..., das sich hoffentlich am Wochenende abbauen lässt.

 

Am Freitagmorgen empfing uns der Schulleiter der WuAi Senior High School und wünschte uns einen erlebnisreichen Austausch und gute ZusammenarbeIt für die EXPO 2010. "Paper Cutting" stand u.a. für den Vormittag auf dem Programm. Am Nachmittag erhielten wir eine Lektion "Chinese". Morgen am Samstag folgt eine weitere Lektion in Sachen Chinesisch zum Thema Essen & Trinken. Na dann... Gan Bei!


In diesem Sinne !
Ni hao!
und: Chi fan le ma?

 

In der Schule

Seit letztem Freitag verbringen wir jeden Vormittag, oft auch Nachmittag bis ca. 16 Uhr in der Schule. Aufgrund der Feiertage zum 60. Geburtstag der Volksrepublik China mussten die Schüler den ausgefallenen Unterricht am Samstag nachholen. Wir natürlich auch. Zusätzlich versuchen wir, unser EXPO-Fotoprojekt zu realisieren.

 

Shanghai Austausch 2009 - in der Schule 01

 

Neben "Paper cutting", "Chinese" und "Calligraphy" hatten die chinesischen Lehrer für uns auch verschiedene Unterrichtseinheiten in den Fächern Biologie ("Cells") und Physik ("Electricity") vorbereitet. Das war sehr interessant und unterhaltsam für uns. Zur Stärkung gab's Mittagessen in der Kantine.

 

Bericht von Friederike

Nachdem wir nun schon einige Tage hier in Shanghai weilen, haben wir mittlerweile einen Eindruck davon bekommen, was es bedeutet in dieser Stadt der Superlative zurecht zu kommen.

Das Leben ist schnell und hektisch, man ist staendig von Menschenmassen umgeben und kommt sich auf einmal ganz klein vor, stehend in einem Meer von Chinesen. Hier ist man eher Teil eines grossen Ganzen und weniger ein Individuum, so wie wir es aus Hannover gewohnt sind.

Dort geht so schnell auch niemand verloren.

Ganz im Gegensatz zu Shanghai. Hat man hier keine Stadtplan, U-Bahnkarte, oder wenigstens die Zieladresse in chinesischen Zeichen dabei, ist man ziemlich aufgeschmissen. Der komfortabelste Weg hier von A nach B zu gelangen, ist die Fahrt mit dem Taxi. Die gibt es hier naemlich zu Hauf, mehr als Privatautos. Die Taxifahrer sprechen allerdings seltenst Englisch und koennen auch keine lateinischen Buchstaben lesen. So wurde die ein oder andere Fahrt zu einem mittelschweren Abenteuer und das nicht nur der ungewissen Ankunft wegen. Dafuer ist der Service aber auch sehr guenstig. Durchschnittlich zwei Euro kostet eine Fahrt quer durch die Stadt. Es scheint, als gaebe es hier keine Verkehrsregeln. Die Ampeln seien nur zur Zierde, Zebrastreifen und pfeifend herumfuchtelnde Verkehrspolizisten naehme keiner ernst und anstelle einer Bremse seien in chinesischen Vehikeln einfach Hupen montiert. Doch zu meiner Verwunderung funktioniert dieses Verkehrssystem ohne System erstaunlich gut, jeder geht davon aus, dass der andere unter keinen Umstaenden ausweicht oder abbremst und so sind Unfaelle nur selten zu beobachten. Doch diese chaotische Fahrweise zieht natuerlich auch Komplikationen nach sich. Ewig lange Staus und dadurch verursachte Verzoegerungen sind die Folge.

Weniger bequem, dafuer aber wesentlich einfacher in der Ausfuehrung, ist die Fahrt mit der U-Bahn. Durch Pfeile und englische Beschriftungen findet man rasch den richtigen Bahnsteig. Zur Rushhour tummeln sich tausende von Menschen in den Undergroundstationen und jeder setzt die Ellbogen ein, um sich in die Bahn hineinzudraengeln. Abhilfe sollten dazu eigentlich Bodenmarkierungen schaffen, die Zwecks der Olympiade und der kommenden Weltausstellung fuer mehr Ordnung sorgen sollten. An eben diese halten sich aber nur die wenigsten.


Friederike Vogel

 

Der Endspurt in Shanghai

Der Endspurt in Shanghai hat begonnen. In der Schule haben wir bereits gestern mit den chinesischen Schülern Abschied gefeiert. Alle "unsere" chinesischen Lehrer und der Schulleiter Herr Pan waren anwesend. Wir präsentierten in einer PowerPoint-Präsentation das gemeinsame Ergebnis des Fotoprojekts und dokumentierten den Unterricht der letzten 10 Tage.

Anschließend haben uns die WuAi School zum Karaoke-Nachmittag eingeladen. Alle Schüler waren gegeistert und es herrschte eine fröhliche und harmonische Atmosphäre...das haben wir auch schon anders erlebt.

Heute (Dienstag) steht Kofferpacken und Verabschiedung in den Familien auf dem Programm. Am Abend fahren wir dann per Zug im "Soft Sleeper" nach Beijing. Nur noch ein paar Tage bis Hannover...obwohl: die meisten Schüler würden gern noch länger in Shanghai bei ihren Gastfamilien bleiben.


Bis demnächst, vielleicht nochmal aus Beijing!

 

Abschied und Rückreise

Um 1 Uhr morgens schicken wir nochmal die letzten Impressionen ins Netz, nachdem wir hier in Beijing zeitweise Probleme mit dem Internet hatten. Gestern besichtigten wir bei Kaiserwetter die Verbotene Stadt, den Platz des Himmlischen Friedens und den Himmelstempel. Außer uns waren überall noch "gefühlte" 500 000 Chinesen, die anlässlich des 60. Jahrestag der Gründung der VR China alle klassischen Stätten Pekings besichtigten. Heute gingŽs ebenfalls bei blauem Himmel an die Große Mauer - auch hier waren wir nicht allein - und anschließend zum "Vogelnest", dem Olympiastadium, das wir auch von innen besichtigen konnten. Abends besuchten wir eine sehr authentische Akrobatikaufführung mit recht jungen Künstlern: Wir waren schwer beeindruckt! Vielleicht werden wir auf dem Rückflug die Vorführung mir den Tellern mal im Flugzeug trainiern...:)

Ein wunderschöner Austausch geht dem Ende entgegen. Mit gemischten Gefühlen werden wir morgen in den Flieger steigen: einerseits könnten wir alle noch ein paar Wochen hier verbringen....andererseits freuen wir uns auch schon nicht nur auf unserer Familien, sondern auch auf auf Brötchen, Nutella, Käse, Mett...


Hallo an alle Abholer: Bis zum Freitagabend um 18.10 Uhr auf dem Flughafen (KL 1911 aus Amsterdam)!


 

Text und Fotos: Constanze Krohne und Tanja Wehrse