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Von Rikschas, Zombies und Gipfelstürmern ...

Neuigkeiten vom Shanghaiaustausch 2016

 

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Das lange Warten hatte ein Ende. Am 5.10. 2016 startete der diesjährige Shanghaiaustausch mit dreizehn Schülerinnen und Schülern und zwei Lehrkräften endlich durch nach China. Zunächst ging es nach Peking. Los ging es am Mittwochvormittag, die Ankunft war frühmorgens am Donnerstag um sechs Uhr Ortszeit.
Doch für eine Rast blieb kaum Zeit, da die Hotelzimmer natürlich am Vormittag noch nicht fertig gewesen sind. Sofort begannen wir mit dem kulturellen Programm, das uns auf den Platz des Himmlischen Friedens und in die Verbotene Stadt führte. Da im Flugzeug auch kaum an Schlaf zu denken war, waren die meisten unserer Gruppe tatsächlich schon seit mehr als 24 Stunden wach, sodass wir leicht zombiehaft durch Peking wankten. Dennoch wurde die von Schülern vorbereitete Führung durch die Verbotene Stadt wacker durchgezogen, die viele interessante und auch den Lehrkräften noch unbekannte Aspekte der Geschichte dieses Zentrums des alten Chinas hervorbrachte.
Gegen 16 Uhr Ortszeit konnten wir dann schließlich in unser Hotel, wo zwei Dinge auf uns warteten, die wir dringend ersehnt haben: eine Dusche und ein Bett.
Weiter ging es am Freitag mit einem Besuch der Chinesischen Mauer bei strömendem Regen. Dies hatte Vor- und Nachteile: Der Vorteil war, dass man selten mit so wenig Gedränge die Mauer erklimmen konnte, der Nachteil war, dass sich die Sicht auf gut fünf Meter beschränkte, dann kam eine weiße Wand. Trotzdem machten sich die Schüler unverdrossen zum Aufstieg auf. Nach dieser sportlichen Höchstleistung nahmen wir unser Mittagessen in einer kleinen, traditionellen Suppenküche ein, wo jeder nach mehrmaligen Deuten auf die Speisefotos an der Wand und einer herzlichen Unterhaltung mit der Inhaberin das richtige Essen bekam.
Im Anschluss erwartete uns ein Besuch des Himmelstempels, einem der religiösen Zentren des kaiserlichen Chinas. Den Abschluss des Tages bildeten Besuche in der „Geisterstraße“ und auf dem Nachtmarkt von Peking. Tatsächlich ging der Tag noch in die Verlängerung, als sich Gruppe auf eine unfreiwillige Nachtwanderung begab (Wo ist eigentlich unser Hotel?), bis wir gegen 22 Uhr endlich glücklich daheim anlangten.
Der Samstag erwartete uns dann mit strahlendem Sonnenschein. Nach dem anstrengenden gestrigen Tag ließ es die Gruppe langsam angehen. In der Helligkeit gelangten wir für alle Beteiligten überraschend schnell zur U-Bahn-Station. Besuchspunkte waren der Glocken- und Trommelturm Pekings, der Lamatempel als Herz des tibetanischen Buddhismus in Peking und der Park des Erdaltars, wo wir die Sonne genießen konnten. Höhepunkt war aber sicherlich eine Rikschafahrt durch die Hutongs. Drei Personen pro Rikscha, das war eng, ähnlich eng wie die Manöver der Rikschafahrer, die uns mit traumwandlerischer Präzision durch die engen Gassen der traditionellen Wohnviertel fuhren.
Am Sonntag geht es dann weiter nach Shanghai, wo wir uns auf die Aufnahme an unserer Partnerschule, der Wuai Senior High School, freuen.