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Segeltörn 2017 - das Online-Logbuch

Freitag, 2.6. - 'zu Hause'

 

Nach einer wundervollen Nachtfahrt passieren in diesem Moment die Teams Homunculus, Faust und Kochstudio die Tonne Heiligenhafen-Nord und sind damit auf der Zielgeraden angekommen.

Die restlichen Schiffe haben den Hafen bereits in der Nacht erreicht.

 

Für dieses Jahr over and out.

 

 

 

Donnerstag, 1.6. - Rückweg in zwei Schichten

 

Donnerstag_Nyborg_Heiligenhafen

 

Leider ließ sich das Problem der '2 fast 4 you' doch nicht durch einfaches Tanken beheben. - Der Motor ist kaputt und ist nicht mehr einsatzfähig. Entsprechend waren wir gefordert, eine Alternativlösung zu suchen. Die restlichen Schiffe, die gestern schon nach Lundeborg gesegelt sind, sind quasi wieder zurück gesegelt und zu uns gestoßen.
Stand der Dinge ist, dass die Crew 'Pandora' das Schiff verlassen hat, da sie es als nicht mehr seetüchtig eingestuft hat. Nun wird es von einer neu zusammengestellten Rumpfcrew nach Heiligenhafen gebracht wird - begleitet von den Crews 'Mephisto' und 'Erlkönig'.
Die restlichen Crews (aufgefüllt durch die ehemalige Pandora-Crew) haben sich dazu entschlossen, den Tag über noch in Nyborg zu verbringen und heute nacht um 00 Uhr auszulaufen.
Morgen werden wir voraussichtlich gegen 10 Uhr in Heiligenhafen einlaufen und eine Menge von dem Törn zu erzählen haben.


Für heute over and out.

 

 

Mittwoch, 31.5. - Kerteminde -> Nyborg / Lindeborg

 

Mittwoch_Kerteminde_Nyborg_Lundeborg

Der Tag heute begann mit den angekündigten sechs bis acht Windstärken, dafür aber noch etwas Sonne. Das durch den Wind etwas anspruchsvolle Ablegemanöver klappte dann auch mehr oder weniger gut und auf dem Wasser liefen wir nur mit einem halben Segel um die acht Knoten. Gegen Mittag passierten wir dann, nach sehr professionellen Ankündigungen über Funk, eine beeindruckende Brücke - die Große-Belt-Brücke. Nach einigem Segeln mit viel Wind und Regen von unten stellte sich heraus, dass eines der Boote ein Problem sowohl mit den Segeln, als auch mit dem Motor hatte und sofort eilten ihnen zwei andere Boote zu Hilfe. Das manövrierunfähige Boot wurde eingesammelt und auf den Haken genommen. Das beschädigte Boot wurde von den zwei anderen Booten in der nächsten Hafen eskortiert, während die anderen drei Boote schon weiter vorne waren, weshalb sie jetzt in einem anderen Hafen namens Lundeborg gelandet sind. Morgen müssen die drei zurückgebliebenen in Nyborg zu den Anderen aufschließen. Heute haben wir den Tag in Nyborg noch mit einem Eis und Ukulelenbegleitung beendet und theoretisch ist das Problem mit dem Motor auch schon gelöst (der Tank war statt mit Diesel mit Luft gefüllt...). Nur die praktische Umsetzung muss noch bis Morgen warten.


Für heute over and out.

 

 

Dienstag, 30.5. - Marup -> Kerteminde

 

Dienstag_Marup_Kerteminde


Auslaufen bei Flaute - heute morgen hatten wir so wenig Wind, dass wir noch einmal Mann-über-Bord-Mannöver unter Motor geübt haben. Homunculus ging dabei noch einen Schritt weiter als die anderen und schickte statt des üblichen Fenders vier Crew-Mitglieder ins Wasser. Laut Erfahrungsbericht ist dieses noch seeeehr kalt.
Nach kurzer Segelzeit hat uns der Wind dann wieder verlassen und wir sind als Gruppe aufgeschlossen. Dabei haben wir uns am Motor-schwächsten Boot orientiert und eine Marschfahrt von vier Knoten gestartet, bis wir schlussendlich gemerkt haben, dass man unter Großsegel auch fünf Knoten locker fahren kann.
Unter Segeln ging es dann weiter Richtung Kerteminde, wo wir doch anders als geplant erst am frühen Abend eingelaufen sind.
Für morgen und übermorgen sind 6 Windstärken aus West angesagt, weswegen Vejrö aus dem Programm gestrichen wurde und für morgen Svendborg auf dem Programm steht. - Lekker Frellsen-Wafel :-)

Für heute over and out.

 

 

Mo, 29.05.2017 - Middelfart -> Marup (auf Samsö)

 

Montag_Middelfart_Marup


Nach einem Kampf um Duschen und Toiletten am Morgen und einem teils pünktlich, teils verspäteten Auslaufen (geplant war 9h - die Letzten waren dann um 9:30h auf dem Weg nach draußen) ging es heute nach Marup. Aus den geplanten ca. 38 Meilen wurden dann, zumindest beim Team Kochstudio, doch fast 47.
Begründung:
Da aus den erwarteten 2-3 bft Wind dann zum Ende hin leider doch nur noch 0-1 bft geworden sind, begannen wir zu motoren und mit vier relativ unerfahrenen Seglern kam die Idee auf Motormanöver zu üben. Nachdem sich alle ein bisschen mit dem Motor angefreundet hatten (Kringel vorwärts, Kringel rückwärts...), fuhren wir dann vier Boje-über-Bord-Manöver um dann etwa eine Stunde später als alle anderen als letztes in den Hafen einzufahren.
Marop ist schön und den Schülern kann man das freie WLAN deutlich ansehen. Das heutige Wetter war zwar ab Mittags eher windarm, aber dennoch leider auch bedeckt bis diesig. Dafür konnte man um so besser kochen, woraufhin wir jetzt noch eine Brotzeit zu uns nehmen. Im Anschluss wird noch ein schönes Gruppenfoto gemacht und dann geht es heute ja vielleicht auch mal etwas früher ins Bett, als sonst, um morgen ein wenig ausgeruhter in den neuen Tag zu starten.
Zumindest träumen wir alle von ein paar Stunden mehr Schlaf.
Alles in allem ein sehr schöner und eher entspannter Segeltag.

 

Für heute over and out.

 

 

Sonntag, 28.5.17

Sonderborg - Middelfart
Sonntag_Sonderborg_Middelfart
Heute morgen haben wir es ruhig angehen lassen und sind erst um 20 vor 10 ausgelaufen. Die Uhrzeit wurde auch dadurch gesteuert, dass wir als ersten Akt heute morgen eine Klappbrücke durchfahren mussten, die ihre Pforten für uns um 10 Uhr öffnete.
Nach der Brücke ging es durch den Als-Sund, malerisch mit tollem Wind. Über den Tag hinweg frischte der Wind auf, sodass wir in Böen sogar bis zu 33kn Windgeschwindigkeit gemessen haben, was uns dazu veranlasste, das zweite Reff einzulegen. Mit bis zu 9.2kn SOG ging es damit Richtung Durchfahrt zwischen den Inseln Arö und Arösund - pitoresque :-)
Die letzte etappe bildete das Fahrwasser Snaevringen, und schließlich der Ny Hafen in Middelfart - für Segelyachten offenbar eher ungeeignet, da viele Boxen recht schmal sind..
Als Ziel für morgen steht Marup auf der Insel Samsö auf dem Programm - Entfernung: etwa 40nm.

Für heute over and out.

 

 

Samstag, 27.5.17 - Ein Törnstart der Superlativen

Wow, war das heute ein Törn-Start... Auslaufen um halb 11, eher aus Versehen, da es auf einem Boot ein Kommunikations-Problem gab und plötzlich alle Leinen loswaren. Oops... Naja, wir waren ohnehin alle fertig, also los.

Samstag_HHafen_Sonderborg

Nachdem wir den Tonnenweg von Heiligenhafen hinter uns gelassen haben, ging es um Graswarder und dann weiiiiit 'geradeaus'. Unser Wochenziel heißt 'Rund Fyn' und so haben uns vom Südost-Wind bis ins 50nm entfernte Sonderborg schieben lassen. Das Wetter war grandios. Sonne pur. Und die leicht achterliche Welle wurde so unmerkbar stärker (ebenso, wie der Wind), dass es niemand so recht realisiert hat und folglich auch niemand unter Seekrankheit zu kämpfen hatte. Auch ein Novum für den ersten Tag.
Abends um halb 10 sind wir in Sonderborg eingelaufen, wo wir nun im 6er-Päckchen liegen. Auf der Logge hatten wir nach diesem Tag knapp 57nm zu verbuchen.
Morgen steht Middelfart an der Nordspitze von Fyn auf dem Plan - 'nur' gut 40nm.


Für heute over an out.

 

 

Samstag, 27.5.2017

Nachdem wir gestern in Rekordzeit die Strecke Hannover-Heiligenhafen zurückgelegt haben (um Hamburg herum war es sogar so frei, dass wir eine Zwangspause einlegen mussten, um nicht zu früh am Steg zu sein), haben wir uns gestern abend noch eingerichtet und die Boote bezogen.

Heute morgen werden wir von strahlernder Sonne begrüßt und die Temperaturen erlauben es, sogar schon den morgendlichen Weg zur Dusche um T-Shirt zurückzulegen. Offenbar ist es für Wind noch zu früh - wahrscheinlich ein Langschläfer, doch wir hoffen auf 3 Windstärken aus südlicher Richtung. Als heutiges Ziel werden Gedser oder Maasholm diskutiert.

Für den Moment over und out - jetzt wird gefrühstückt und danach kommt die Schiffsfrau zur offiziellen Schiffsübergabe.

 

 

 

Vorbericht:

Auch in diesem Jahr sticht die Segel-AG der Goetheschule wieder in See - in die Ostsee (oder wie die Nordsee-Bewohner böse sagen: in DEN Ostsee). Am Freitag, 26.5.2017 geht es los. Wie eigentlich schon immer chartern wir unsere Schiffe bei ecosail in Heiligenhafen.

Wir freuen uns besonders, dass uns nach der guten Zusammenarbeit des letzten Jahres auch in diesem Jahr der NV-Verlag mit Karten-Material und der Handy-APP unterstützt.

 

Der NV-Verlag hat als Logo einen Leuchtturm gewählt - seit jeher ein unentbehrliches maritimes Navigationsmerkmal und Zeichen von Sicherheit und Geborgenheit, da die Schiffe damit den Weg in den sicheren Hafen finden. Und wie es der Zufall so will, sind wir uns sicher, dass wir im letzten Jahr den Leuchtturm gefunden haben, der Pate stand für das Logo: der Leuchtturm Skjoldnaes an der Nord-West-Spitze von Aero in der dänischen Südsee - vergleichen Sie selbst.

Leuchtturm Skjoldnaes

 

NV-Leuchtturm

 

Was auch gleich geblieben ist, dass wir vorhaben wieder ein online-Logbuch zu führen. Bedeutet, dass hier auf der Website der Goetheschule ein tägliches Update erscheint, mit einer kurzen Zusammenfassung des Tages und der Tagesroute - ab und zu auch besondere Vorkommnisse. An dieser Stelle schon mal viel Spaß beim Lesen.

 

Matthias Paesler

- Skipper der Moulin Rouge -