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Segel-AG auf Törn 2014

SegelAG_1

Online-Logbuch für den Segeltörn 2014 der Segel-AG.

Letztes Update: 13.6.2014, 11:06 Uhr

Angekommen (13.6.2014, 10:30 Uhr)
Heute morgen ging es um 5 Uhr los, das bedeutete um kurz vor 4 aufstehen. Nach einem kurzen Frühstück legten wir ab in Richtung Heiligenhafen und mit 3 Windstärken und bis zu 2m hohem Seegang waren wir für den letzten Tag gut bedient.In gerade mal 4 Stunden, anstatt der angedachten 6 Stunden, kamen wir nur unter Fock schnell an.
Nach kurzem Tanken und Anlegen feiern wir jetzt den Geburtstag von Jonasili, dem Co-Skipper der Moulin Rouge, der heute seinen 18. hat. Es gibt Kuchen. Danach geht es um das "klar schiff" machen, um die Boote anschließend abgeben zu können.

Tag_7

 

Einschaukeln für die Rückfahrt (12.6.2014)
Nach komatösem Schlaf ging es gegen 10 Uhr auf nach Bagenkop. Mit viel Wind war das Auslaufen und das Ausweichen einer Fähre mit viel Spaß verbunden. Allein unter Fock machten wir schon 7 Knoten (12-13 km/h), die wir auch ausnutzten. Durch gute Vorbereitung der Navigation konnten wir super durch den Tonnenweg steuern, wobei ein Boot leider auf einer Untiefe aufgelaufen, und von einem ansässigen Motorboot wieder rausgeschoben werden musste. Im Hafen wurden dann die sichtbaren Schäden weggeschrubbt, die verursacht wurden.
Jetzt genießen wir noch den Sonnenschein und gehen dann heute abend recht früh ins Bett, da wir morgen um 5 Uhr auslaufen, um gegen 11 Uhr wieder in Heiligenhafen anzukommen.

Tag_6

 

Kurzer Schlag nach Aerosköbing (11.6.2014)
Nach dem lang ersehnten Schlaf sind wir heute erst um 10:30 ausgelaufen, jedoch nicht gemeinsam, da sich Luederitz noch Avernakø ansehen wollte und Emilio, nach Funkproblemen, auf der anderen Seite der Insel festgemacht hatte. Beim Ablegen mussten wir uns wieder einmal eine eigene Fahrrinne graben und uns mit vollem Co-Skipperensatz durch den Schlamm ziehen lassen. Dabei erregten wir natürlich die Aufmerksamkeit fast aller Eingeborenen. Die Fahrt war im Vergleich zu den anderen Tagen sehr kurz und wir sind schon um 14:30 angekommen und konnten auch schon unser vorbereitetes Mittagessen verspeisen. Beim Essen ist dann auch das letzte Team zu uns gestoßen und so wurden wir beim Essen gut unterhalten.
Heute haben wir noch genug Zeit um nach zwei Tagen ohne Sanitäranlagen dann endlich zu duschen, die Insel zu erkunden und unsere brandneuen Hello-Kitty-Bälle auszuprobieren.
Morgen laufen wir dann vorraussichtlich den Hafen Bagenkop an und melden uns von dort aus wieder.
Tag_5

Wind, Ankern, Nachtfahrt und Gewitter (10./11.6.2014)
Am 10.6. sind wir von Vejrø gestartet und haben den großen Belt überquert, um auf der Westseite von Langeland zu ankern. Nach einer Schlafpause von wenigen Stunden ging es per Nachtfahrt durch den Svendborgsund, um nun bei Avernakø festzumachen. Inzwischen ist es 3:45 Uhr am 11.6. und es geht erstmal ab ins Bett. Morgen früh lassen wir das herannahende Gewitter über uns hinwegziehen und werden dann voraussichtlich Aerosköbing anlaufen.

Tag_4_5

Wechselbad der Gefühle (9.6.2014)
Freudig sind wir heute morgen gestartet - bis wir festgestellt haben, dass der Wind aus anderer Richtung kam, als erwartet und uns damit einen kleinen Strich durch die Rechnung machte. Aus einem gemütlichen Raumschot-Kurs wurde eine Kreuz, aus 3-4 Windstärken wurden 0-1. Als zum ersten Mal kein Vorankommen mehr war, haben wir auf freier See ein Päckchen gebildet, haben die Schiffe treiben lassen, und Wasserratten konnten zu den gesichteten Schweinswalen ins Wasser springen. Einige von Ihnen haben es sogar geschafft, die Schiffe durch Muskelkraft  zumindest in der Ausrichtung zu ändern. Das geplante Vorhaben, uns von den Schwimmern in den 17 Meilen entfernten Hafen ziehen zu lassen ist nur knapp gescheitert.
Dann frischte der Wind wieder auf und frohen Mutes wurden die Segel wieder gehisst. Allerdings war das Vergnügen auch dieses Mal nicht von langer Dauer, sodass wir letztlich unter Moter auf Joachims Lieblingsinsel Vejrø angekommen sind. Für morgen versuchen wir nun etwas bessere Wetterdaten zu bekommen um dann zu entscheiden, wohin es morgen weitergehen soll.

Tag_3_Vordingborg_Vejro

 

Endlich Segeln! (8.6.2014)
Auf dem Weg nach Vordingborg gab es an der Küste von Falster endlich einmal Wind und Krängung (Schräglage). Unterwegs gab es dann den ersten Verlust: die Kamera des Skippers der Moulin Rouge (Mouling Ruge laut der Schwimminsel) ging über Bord und wir mussten am Abend eine kleine Schweigeminute einlegen. Außerdem mussten wir die Fischernetze umrunden und sind durch eine Brücke gefahren. Kurz davor konnten wir sogar mit Gennaker segeln und selbst die Schweinswale haben uns eine Zeit lang begleitet. Zum Anlegen am Steg mussten wir uns erstmal eine Fahrrinne graben, die das nächste Schiff gnadenlos ausgenutzt hat.

Tag2_Nysted_Vordingborg
Morgen werden wir vorraussichtlich Vejrø ansteuern.

 

 

Auf dem Weg nach Gedser (7.6.2014)
(12:45 Uhr)
Das Ziel hat sich geändert. Da der Wind (sofern davon die Rede sein kann) anders gedreht hat, als erwartet, sind wir nun auf dem Weg nach Gedser. Mit 1-2 Windstärken ist es eher ein Dümpeln denn ein Segeln, aber wir sind froh, auf dem Wasser zu sein und uns ein wenig einzuschaukeln. Leider mussten wir auch schon ein Stück unter Motor zurücklegen, da der Wind uns komplett verlassen hat. Die Sonne setzt sich wacker gegen den doch recht frischen Wind durch, sodass es zumindest im Windschatten recht warm ist. Die ersten Sonnenanbeter haben auch schon einen Sonnenbrand zu verzeichnen.
(20:15 Uhr)
So ist das auf dem Wasser, wenn man den Naturgewalten ausgesetzt ist - um 19 Uhr sind wir in Nysted eingelaufen, wo wir nun das Abendessen vorbereiten und die Sonne weiterhin auf den Pelz brennen lassen.

Tag1_Hafen_Nysted

 

 

Angekommen (6.6.2014)

Das war ein langer Tag. Morgens noch in der Schule, ist die Vorhut mit dem Auto und unserem Gepäck schon um 9 Uhr gestartet , die restliche Crew fuhr mit der Bahn hinterher - und zwar alles planmäßig, sodass wir um 20:45 Uhr unser Ziel Heiligenhafen erreichten. Nach einem kurzen Fußweg war es dann so weit. Der Hafen kam in Sicht und wenige Augenblicke später konnten wir den ersten Schritt auf unser neues zu Hause für die nächste Woche machen. Voraussichtlich geht es morgen Richtung Nord-Ost nach Nysted.
Ich möchte alle Leser einladen, uns mit diesem Online-Logbuch auf dem Weg durch die deutsche und dänische Ostsee zu begleiten. Für heute over an out.