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Harte Arbeit für Goetheschüler in Singapur

 

Endlich geht es los in Fernost bei der Weltmeisterschaft RoboCup 2010 Singapore


Nach fast fünfzehn Stunden Flug ist der WM-Tross aus Hannover via Paris „Charles de Gaulle“ sicher auf den Changi Flughafen in Singapur gelandet.


Erschöpft und sichtlich beeindruckt vom Flug, der asiatischen Metropole und dem Land haben Andreas Schatunowski (EP 2) und Christoph Fukas (EP 3) die ersten Schritte in Sachen Weltmeisterschaft unternommen.

 

2010 RoboCup Singapur 1

In einer feierlichen Eröffnungszeremonie begrüßte Singapurs Bildungs- und Vize-Verteidigungsminister 4000 Teilnehmer aus über 40 Nationen in Singapur. In seiner Rede machte der Minister deutlich, welch hohen Stellwert die RoboCup Weltmeisterschaft für die Bedeutung Singapurs als Technologiestandort besitzt. Die erstmals in Südostasien ausgetragene Weltmeisterschaft soll aber auch die Kommunikation zwischen Jugendlichen aus verschiedenen Kulturkreisen fördern, so der Minister.

Im Anschluss an die Feierlichkeiten nahmen alle Teilnehmer die Möglichkeit wahr, ihre Roboter zu testen. Die Teilnehmer versuchten in den Testläufen auch ihre Konkurrenten um den Weltmeistertitel zu beeindrucken. Auch die beiden Goetheschüler nahmen die letzten Abstimmungen an ihrem Roboter Novoline II vor.

 

2010 RoboCup Singapur 2

Andreas und Christoph waren sichtlich beeindruckt von der Qualität der Roboter im Wettbewerb. Im weiteren Verlauf der Tests wurden sie immer nervöser und wirkten zunächst verunsichert. Sie versuchten vergeblich Umstellungen an ihrem Roboter vorzunehmen. Nach mehreren Stunden der Verzweiflung nahmen die beiden aber die Herausforderung an und legten bei 35°C und 90% Luftfeuchtigkeit im nicht klimatisierten Jugendherbergszimmer eine Nachtschicht ein.

Der erste Erfolg stellte sich am nächsten Morgen ein. Ein guter Lauf des Roboters versetzte den WM-Tross in eine positive Stimmung und ließ auf weitere Fortschritte hoffen. Ein unerklärlicher Rückfall in längst abgestellte Fehler machte dann aber den ersten guten Eindruck im zweiten Lauf wieder zunichte.

 

2010 RoboCup Singapur 3

Am Ende des ersten Tages standen Andreas und Christoph auf einem guten Mittelfeldplatz und wahrten eine realistische Chance auf den attraktiven 12 Platz. Dieser würde die Teilnahme am Superteam Wettbewerb ermöglichen. Um diesen Wettbewerb ranken sich verschiedenste Spekulationen. Sicher ist nur, dass gemeinsam mit einem Team eines anderen Landes eine noch nicht bekannte Aufgabe zu lösen sein wird.

 

2010 RoboCup Singapur 4

Die ersten Kontakte mit den ausländischen Schülern zeigen eine bedeutende Komponente des RoboCup Wettbewerbs: Der interkulturelle Austausch beim Spielen mit chinesischen Schülern oder aber der fachliche Austausch mit Schülern aus Israel, die neben den beiden Goetheschülern saßen, aus Portugal oder Australien ist eine wichtige Erfahrung.

Diese Erlebnisse werden Andreas und Christoph auch ohne WM-Titel prägen und noch lange beschäftigen und fasziniert davon berichten lassen.

Für die beiden Goetheschüler ist die Welt in Singapur ein wenig kleiner geworden.

Joachim Selke