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Erfolgreich in Fernost - Goetheschüler zurück aus Singapur

Nach einem 10tätigem Programmier-Marathon hieß es Abschied nehmen von Singapur, dem 6. Stock des Convention Centers – dem diesjährigen Austragungsort der RoboCup-Weltmeisterschaften –, der Prince Georg Residence (Studentenwohnheim und Unterbringung unseres Teams), den vielen anderen Teilnehmern aus aller Welt und den gastfreundlichen Singapurern.

 

2010 RoboCup Singapur 22

 

Erschöpft aber zufrieden landete der WM-Tross nach 15 Stunden Flugzeit von Singapur via Amsterdam wieder daheim auf dem Flughafen Hannover-Langenhagen. Die WM-Teilnehmer Andreas Schatunowski und Christoph Fukas sind dort von ihren Familien herzlich in Deutschland willkommen geheißen worden. Die Strapazen des Fluges und der intensiven Arbeit in Singapur waren den Goetheschülern deutlich in den Gesichtern abzulesen.


Bei der ersten WM-Teilnahme der Goetheschule an einer RoboCup Weltmeisterschaft konnten Andreas und Christoph den 16. Platz belegen und platzierten sich somit im ersten Drittel des Teilnehmerfeldes. Dem Team mit ihrem Roboter Novoline II fehlten lediglich 80 Punkte zu Platz 12. Dieser hätte ausgereicht, um sich für den Superteam-Wettbewerb zu qualifizieren. Eine PET-Flasche aus Singapur spielte Schicksal und verhinderte die Teilnahme, denn Novoline II tat, was er sonst nie tat: Er verhakte sich in einem Lauf gleich dreimal an der gleichen Stelle in einer Querrille dieser einen PET-Flasche. Das Hindernis wurde nicht umfahren, der zu durchquerende Raum konnte nicht geschafft und somit mehr als 100 fest eingeplante Punkte nicht verbucht werden. Damit konnte die Qualifikation für den Superteam Wettbewerb nicht erreicht werden.

 

 

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Die Enttäuschung bei den Teammitgliedern war im ersten Augenblick riesengroß. Nach einer gewissen Zeit, als sich die vielen Eindrücke und die große Aufregung gelegt hatte, machte sich aber dann berechtigter Stolz über die erbrachte Leistung breit. Am Ende des Wettkampfes lautet schließlich das Fazit: Andreas und Christoph gehören zu den weltbesten Programmierern im Bereich RoboRescue. Chapeau!

 

 

2010 RoboCup   Singapur 44 Bei dem abschließenden „social event“ wurde noch leidenschaftlich mit den übrigen Teilnehmern über die Aufgaben im Superteam Wettbewerb diskutiert. Sprachbariren waren zu diesem Zeitpunkt längst verschwunden. Aber trotz aller Freude rückte der Abschied näher. Dieser fiel besonders mit dem englischen Team aus Liverpool besonders herzlich aus. Schüler und Lehrer aus der Stadt der Beatles würden die Goetheschule gern im kommenden Jahr besuchen, um sich in einem freundschaftlichen Wettbewerb mit den Goetheschülern im RoboResue und RoboSoccer zu messen.
In einem feierlichen Rahmen wurden zum Abschluss der Weltmeisterschaft die Medaillen übergeben, und der Stab an die kommende RoboCup-Ausrichterstadt Istanbul übergeben.


Die gesammelten Erfahrungen und der interkulturelle wie auch der fachliche Austausch werden für Andreas und Christoph fraglos ein großer Ansporn sein, sich für die kommende Weltmeisterschaft zu qualifizieren.

Joachim Selke