.

Goetheschüler qualifizieren sich für die RoboCup-WM in Singapur

Andreas und Christoph

Andreas Schatunowski und Christoph Fukas auf dem Weg zum Erfolg (2009)

 

 

Es hört sich an wie ein Märchen, doch es ist die wunderbare Wirklichkeit: Vor zwei Jahren fangen Andreas Schatunowski und Christoph Fukas mit Unterstützung ihrer Mentoren Joachim Selke und Dirk Stellfeldt an, im Rahmen einer Roboter-AG kleine Roboter zu bauen, die auf einem Parcours fahren, dort Hindernissen ausweichen und Kontrollpunkte registrieren müssen. Bald misst man seine Bastel- und Programmierergebnisse mit anderen. Es folgt bereits 2008 die erste Teilnahme an den deutschen Meisterschaften im RoboCup - die Disziplin nennt sich RoboRescue. Erste Erfolge stellen sich ein und die Wettbewerbsteilnahme im nächsten Jahr ist für alle schnell beschlossene Sache. 2009 erweist sich als gutes Jahr mit großen Fortschritten, aber für die WM in Graz reicht es noch nicht.

 

Roboter

Ein Roboter für die Disziplin RoboRescue

 

Jetzt aber passiert das Unglaubliche: Andreas und Christoph, das Team "Novoline II", wächst über sich hinaus und qualifiziert sich im April 2010 bei den deutschen Meisterschaften in Magdeburg für die Weltmeisterschaft in Singapur! Aus einem Teilnehmerfeld von 70 Teams aus ganz Deutschland gehen die Goetheschüler sensationell als Zweitplatzierte aus der Vorrunde hervor. Die besten 12, unter denen sage und schreibe drei Teams der Goetheschule sind, kämpfen anschließend um die ersten fünf Plätze, die zur Teilnahme an der WM in Asien berechtigen. Und das Märchen wird wahr: Novoline II erkämpft sich den 5. Platz und qualifiziert sich damit für Singapur. Weltklasse!

 

Test auf dem Parcours

Der Roboter auf dem Parcours

 

Nach dem verdienten Jubel steht jetzt aber eine Herausforderung ganz anderer Art vor der Fahrt in den exotischen Stadtstaat: Allein die Startgebühr pro Nase beträgt 140 Dollar, der gesamte Schulausflug der etwas anderen Art wird für Andreas, Christoph und ihre beiden Mentoren Selke und Stellfeldt inklusive Flug, Unterkunft und Verpflegung insgesamt mehrere Tausend Euro kosten. Sponsoren werden also händeringend gesucht, steht die Weltmeisterschaft doch schon sehr bald vor der Tür: Vom 17. bis 25. Juni trifft sich die Roboter-Elite zum Showdown, und natürlich drücken wir die Daumen, dass die Goetheschule als eine der besten "Roboter-Schulen" Deutschlands ihr Erfolgsteam auf den fernen Kontinent und damit ins Rennen um den Weltmeistertitel schicken kann.

 

Kai Kämmerer