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Konfliktlotsen-AG

Konfliktlotsenteam der Goetheschule!Logo der Konfliktlotsen


Die Schülerinnen und Schüler der Außenstelle können sich vertraulich an ein unparteiisches und verschwiegenes Konfliktlotsen-Team wenden. Die Dienstzeiten hängen offen aus, sodass auch eine gezielte Wahl der Teams erfolgen kann. Dank der Unterstützung durch Gewaltpräventionsgelder der Stadt Hannover konnte der Beratungsraum F15 zum Konfliktlotsenraum erweitert werden. Dieser von den Schülerinnen und Schülern mitverwaltete und mitgestaltete Raum unterstützt in hohem Maße ihre Eigenständigkeit und Selbstverantwortung. Das Ziel der Konfliktlotsen ist es, langfristig eine neue Kultur für den Umgang mit Gewalt und Konflikten an der Goetheschule zu erreichen.

 

 

Die Konfliktlotsen der Goetheschule erfüllen drei wesentliche Funktionen:

 

I. Konfliktlotsen als Streitschlichter

Die Konfliktlotsen sind ausgebildete Schülerinnen und Schüler, die Konflikte im Gespräch so zu lösen versuchen, dass die Konfliktpartner stark aus ihrem Streit hervorgehen und eine faire Lösung für alle Beteiligten entsteht. Die Anlässe für ein solches Gespräch reichen von Meinungsverschiedenheiten über Wegnehmen oder Beschädigen einer Sache bis hin zu Beleidigungen und körperlichen Angriffen. Reicht die Zeit in der Pause nicht, werden weitere Termine vereinbart. Und die Einhaltung der getroffenen Absprachen wird schließlich von den Konfliktlotsen überwacht. Lehrer und Eltern können streitende Schülerinnen und Schüler ermutigen, zu einem solchen Gespräch zu gehen. Bisher wurden diese Gespräche insbesondere dann genutzt, wenn gute Freundschaften oder befreundete Gruppen durch einen Streit gefährdet waren.

II. Konfliktlotsenraum als Schutzraum

Mit dem Konfliktlotsenraum steht in Pausen ein Schutzraum für solche Schülerinnen und Schüler zur Verfügung, die in einer Situation einfach Hilfe benötigen oder einen vertraulichen Ansprechpartner auf Augenhöhe suchen. Oftmals neigen Opfer von Gewalterfahrungen dazu, sich selbst die Schuld für die Situation zu geben und verstecken sich in den Pausen. Dadurch verschlechtert sich ihre Lage weiter. Mit dem Schutzraum ist eine Alternative geschaffen, um daraus auszubrechen und die Betroffenen aufzufangen.

III. Ausgleichsgespräche ("Täter-Opfer-Ausgleich")

Durch die Konfliktlotsen besteht die Chance des Ausgleichs zwischen Tätern und Opfern. Dabei geht es darum, dass Täter und Opfer durch die Moderation der Konfliktlotsen angeleitet über mögliche Gewalterfahrungen sprechen können und ggf. einen fairen Ausgleich für einen entstandenen Schaden vereinbaren. Diese Gespräche sind grundsätzlich freiwillig und werden von den Konfliktlotsen moderiert. Die Voraussetzung für einen Täter-Opfer-Ausgleich ist die Bereitschaft des Täters zu einer ernsthaften Entschuldigung beim Opfer und die ausdrückliche Zustimmung des Opfers zur Teilnahme an dem Gespräch. Der Vorteil im Täter-Oper-Ausgleich liegt aus schulischer Sicht darin, dass die Wiedergutmachung der Tat eine gute Alternative für nur sanktionierende pädagogische Maßnahmen ist. Lehrer können somit zunächst auf den Täter-Opfer-Ausgleich hinweisen und signalisieren so, dass die Schüler selbst kompetent und verantwortlich für die Wiedergutmachung von Taten sein können.

Die Bezeichnung "Täter-Opfer-Ausgleich" hat sich für solche Gespräche etabliert, wenngleich der Begriff zu Unklarheiten führen kann: Die Schuldfrage ist nicht in jedem Fall immer einseitig zu trennen. Die strukturierten Gespräche sind daher kein Verhör des Täters, sie klären die Sichtweisen der Beteiligten prinzipiell gleichberechtigt. Auch geht es bei der Bezeichnung "Täter" nicht grundsätzlich um "Straftaten", da nach Auffassung der Gewaltprävention bereits als Täter angesehen wird, wer anderen etwas antut, was diese nicht möchten.

 

Bei Rückfragen zur Arbeit des Konfliktlotsenteams stehen die Konfliktlotsen selbst und Herr Freyberg zur Verfügung.

 

Meldet euch zur Konfliktlotsen-AG an. Wir freuen uns auf euch!